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Forscher entwickeln Desinfektions-Plasma für Ärzte

15.02.2010
Technik tötet Keime ohne aufwändiges Händewaschen

Medizinisches Personal muss im Arbeitsalltag ständig für sterile Bedingungen sorgen - das häufige und intensive Händewaschen mit Wasser und Seife gehört dazu. Künftig könnte die Desinfektion jedoch deutlich einfacher und effizienter durchgeführt werden.

Forscher haben Geräte entwickelt, die menschliche Hände mittels Plasma reinigen können. Dieses Plasma ähnelt den Stoffen die in Neonröhren oder TV-Geräten zum Einsatz kommen, tötet in dieser Anwendung jedoch äußerst effektiv Bakterien. Die Desinfektion dauert nur wenige Sekunden und soll für den Menschen keine negativen Nebenwirkungen haben.

Anstatt sie mit Seife und Wasser abzuschrubben müssten Ärzte künftig nur noch ihre Hände in eine kleine Box stecken, um sie mit Hilfe von Plasma zu reinigen. An der Entwicklung der neuen Technik arbeiteten Forschungsgruppen in unterschiedlichen Ländern. Auch im Max Planck Institut im deutschen Garching wurden Prototypen hergestellt. Es habe sich gezeigt, dass das Plasma nicht nur gegen Bakterien, sondern auch gegen Viren und Pilzerreger eingesetzt werden könne, so Forschungsleiter Gregor Morfill.

Die Geräte wurden bereits an Händen und Füßen getestet. "Es funktioniert auch bei Fusspilz", so Morfill. Man müsse dazu noch nicht einmal die Socken ausziehen - diese würden ebenfalls desinfiziert. Der Vorgang würde dann lediglich einige Sekunden länger dauern. Die Technik dahinter ist grundsätzlich nichts Neues. Schon seit längerem wird Plasma verwendet, um medizinische Werkzeuge zu reinigen. Der Schritt zur Desinfektionen von Händen und Füßen, anstatt metallischer Gegenstände, sei jedoch groß gewesen, so die Forscher.

Georg Eckelsberger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ipp.mpg.de

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