Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Experten vernetzen - Krebs bekämpfen

12.01.2009
Das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) setzt Maßstäbe in der Krebsbehandlung und -forschung

Die bestmögliche Versorgung von Tumorpatienten ist ein zentrales Anliegen des Klinikums der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main. Dank gemeinsamer Anstrengungen konnten die Diagnostik und Therapie von Tumorerkrankungen in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert werden. Im April 2008 wurde mit der Gründung des "Universitären Centrums für Tumorerkrankungen Frankfurt" (UCT) ein weiterer Meilenstein auf diesem Wege erreicht.

Das UCT ist eine fachübergreifende Institution, an der über 30 Kliniken, Abteilungen und Institute des Klinikums beteiligt sind. Die zentralen Ziele des UCT sind neben der verbesserten Patientenversorgung, eine Vernetzung von Grundlagen- und klinischer Forschung sowie die Etablierung interdisziplinärer Aus- und Fortbildungsprogramme für Medizinstudenten, Pflegekräfte und Ärzte. Dabei ist die aktive Partnerschaft mit anderen Krankenhäusern und niedergelassenen Haus- und Fachärzten innerhalb eines onkologischen Netzwerkes in der Region ein wichtiges Ziel des UCT. "Nur so können möglichst viele Patienten im Rhein-Main-Gebiet von der Einrichtung profitieren", bekräftigt der Klinische Direktor des UCT und Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Onkologie, Prof. Dr. Claus Rödel, sein Engagement.

Der Patient im Mittelpunkt

Unter dem Dach des UCT arbeiten alle an der Behandlung von Krebspatienten beteiligten Institute, Kliniken und Abteilungen des Frankfurter Uniklinikums zusammen. Dabei haben sich zehn tumorspezifische Schwerpunkte herausgebildet, darunter zum Beispiel der Schwerpunkt Thoraxonkologie oder der Schwerpunkt Neuroonkologie. Innerhalb eines Schwerpunktes arbeiten diejenigen Disziplinen zusammen, deren Arbeitsgebiete sich häufig überschneiden. So besteht der Schwerpunkt Thoraxonkologie beispielsweise aus Lungenfachärzten, Thoraxchirurgen, Strahlentherapeuten, internistischen Onkologen und Radiologen. Alle Schwerpunkte haben allgemein verbindliche Behandlungsleitlinien erarbeitet, die eine Diagnostik und Behandlung höchster Qualität nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sicherstellen. Doch im UCT zählen nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse und hochtechnische Behandlungsmethoden. "Im Zentrum all unserer Bemühungen steht der Patient. Wir bieten unserem Patienten und seinen Angehörigen in einer schweren Zeit psychoonkologische Unterstützung und - wenn notwendig - palliativmedizinische Betreuung an", erläutert Prof. Rödel.

Kompetenz bündeln

Im UCT steht die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Fachdisziplinen im Vordergrund. Ein mehrköpfiges Expertenteam bespricht jeden einzelnen Erkrankungsfall bei wöchentlich stattfindenden Fallbesprechungen. Diese Tumorkonferenzen haben eine feste Struktur mit definierten Arbeitsprozessen und legen die individuelle Behandlung des Patienten fest, basierend auf den allgemeinen Leitlinien. So können einheitliche Standards zur Qualitätssicherung erarbeitet und der Behandlungsverlauf genau überprüft werden. Auch niedergelassene Ärzte können an den Tumorkonferenzen teilnehmen und für ihre Tumorpatienten kompetente Zweitmeinungen einholen. Ein wesentlicher Baustein in diesem Zusammenhang ist der Aufbau eines klinischen Krebsregisters. Dieses soll ermöglichen, individuelle Behandlungsverläufe und -daten effektiver zu vergleichen.

Die Vernetzung der Grundlagen- und klinischen Forschung in der Onkologie auch über die Grenzen des Frankfurter Uniklinikums hinaus wird durch das UCT erleichtert und über die Internetseite zugänglich gemacht. "Mitglieder und Partner, zu denen auch niedergelassene Ärzte gehören, haben hier Zugriff auf Studienprotokolle und können aktuelle Forschungsaktivitäten einsehen", erläutert Prof. Dr. Hubert Serve, Wissenschaftlicher Direktor des UCT und Direktor der Medizinischen Klinik II. Die neue Internetseite dient Ärzten zum Wissensaustausch und Patienten zur Orientierung und Information. Daneben gibt es eine Hotline für Patienten und Ärzte, die telefonisch die richtigen Ansprechpartner vermittelt.

In Zukunft wird das UCT auch räumlich eine zentrale Heimat bekommen. Die Zusammenfassung des UCT im Sockelgeschoss des Klinikumsgebäudes hat viele Vorteile. Dr. Christian Brandts, Ärztlicher Geschäftsführer des UCT, ist überzeugt: "Durch kürzere Wege werden bei steigender Qualität unsere Ressourcen effektiver genutzt. Auch die Patienten werden von einer Verkürzung der Wege und Wartezeiten profitieren."

Der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Roland Kaufmann und der Kaufmännische Direktor Dr. Hans-Joachim Conrad hoben das besondere Engagement der beteiligten Bereiche des Universitätsklinikums hervor und dankten dafür. Sie betonten außerdem, dass das Frankfurter Uniklinikum mit dem UCT die Vorstellungen des Hessischen Sozialministeriums zur Weiterentwicklung des hessischen Onkologiekonzepts beispielgebend umsetze.

Für weitere Informationen:
Prof. Dr. med. Claus Rödel
Klinischer Direktor des UCT
Klinikum der J. W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon: (0 69) 63 01 - 51 30
Fax: (0 69) 63 01 - 50 91
E-Mail: claus.roedel@kgu.de
Prof. Dr. med. Hubert Serve
Wissenschaftlicher Direktor des UCT
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon: (0 69) 63 01 - 51 94
Fax: (0 69) 63 01 - 73 26
E-Mail: hubert.serve@kgu.de
Dr. med. Christian Brandts
Ärztlicher Geschäftsführer des UCT
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon: (0 69) 63 01 - 71 04
Fax: (0 69) 63 01 - 73 26
E-Mail: brandts@em.uni-frankfurt.de
Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon: (0 69) 63 01 - 77 64
Fax: (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail: ricarda.wessinghage@kgu.de

Ricarda Wessinghage | idw
Weitere Informationen:
http://www.kgu.de
http://www.uct-frankfurt.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Schwere Infektionen bei Kindern auch in der Schweiz verbreitet
26.07.2017 | Universitätsspital Bern

nachricht Neue statistische Verfahren zur Überprüfung von Arzneimittel-Generika
25.07.2017 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

Spektral breite Röntgenpulse lassen sich rein mechanisch „zuspitzen“. Das klingt überraschend, aber ein Team aus theoretischen und Experimentalphysikern hat dafür eine Methode entwickelt und realisiert. Sie verwendet präzise mit den Pulsen synchronisierte schnelle Bewegungen einer mit dem Röntgenlicht wechselwirkenden Probe. Dadurch gelingt es, Photonen innerhalb des Röntgenpulses so zu verschieben, dass sich diese im gewünschten Bereich konzentrieren.

Wie macht man aus einem flachen Hügel einen steilen und hohen Berg? Man gräbt an den Seiten Material ab und schüttet es oben auf. So etwa kann man sich die...

Im Focus: Abrupt motion sharpens x-ray pulses

Spectrally narrow x-ray pulses may be “sharpened” by purely mechanical means. This sounds surprisingly, but a team of theoretical and experimental physicists developed and realized such a method. It is based on fast motions, precisely synchronized with the pulses, of a target interacting with the x-ray light. Thereby, photons are redistributed within the x-ray pulse to the desired spectral region.

A team of theoretical physicists from the MPI for Nuclear Physics (MPIK) in Heidelberg has developed a novel method to intensify the spectrally broad x-ray...

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Ferienkurs mit rund 600 Teilnehmern aus aller Welt

28.07.2017 | Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Firmen räumen bei der IT, Mobilgeräten und Firmen-Hardware am liebsten in der Urlaubsphase auf

28.07.2017 | Unternehmensmeldung

Dunkel war’s, der Mond schien helle: Nachthimmel oft heller als gedacht

28.07.2017 | Geowissenschaften

8,2 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

28.07.2017 | Förderungen Preise