Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EurSafety Health-net erhöht die Patientensicherheit im Krankenhaus

07.05.2010
Grenzenloser Gesundheitsschutz

Kampf den Krankenhausviren: Das EU-Projekt „EurSafety Health-net“ will mit grenzüberschreitenden Qualitätskriterien und Hygiene-Aufklärung die Patientensicherheit erhöhen und die Infektionsgefahr im Krankenhaus verringern. Unter der Leitung der Universität Münster und mit Unterstützung des INTERREG IV A-Programms der Europäischen Union sollen Infektionen durch Krankenhauskeime nachhaltig bekämpft werden.

Sterile Untersuchungsräume, desinfizierte Instrumente, keimfreie Krankenzimmer: Wer sich in ein Krankenhaus begibt, erwartet eigentlich, gesund wieder herauszukommen. Dies ist jedoch nicht überall selbstverständlich. So sind beispielsweise Infektionen mit MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) in Deutschland 20mal häufiger als in den Niederlanden. Jährlich sterben zahlreiche Patienten, weil sie sich im Krankenhaus mit den schwer behandelbaren Bakterien infizieren. Grund dafür sind mangelnde Hygiene sowie eine steigende Resistenz gegen Antibiotika. Dagegen will das umfassende INTERREG-Projekt „EurSafety Health-net“ im deutsch-niederländischen Grenzgebiet verstärkt vorgehen und die Patientensicherheit dauerhaft erhöhen.

Von regionalen Qualitätsnetzwerken bis zu grenzüberschreitenden Maßnahmen
„Wir wollen zunächst einheitliche Qualitätskriterien und Vorgehensweisen im Umgang mit Krankenhausinfektionen aufstellen. Daraus soll sich dann ein grenzüberschreitender Qualitätsverbund entwickeln, durch den die Zahl der Infektionen reduziert wird“, berichtet Privatdozent Dr. Alexander Friedrich, Projektleiter am Institut für Hygiene an der Universität Münster. Zunächst werden regionale Qualitätsnetzwerke aufgebaut, die die Inhalte und Ergebnisse des Projekts möglichst in allen Krankenhäusern und Kliniken der Region verbreiten. Über eine Internetplattform können sich die Projektpartner austauschen und gemeinsame Qualitätsziele erarbeiten. Außerdem werden grenzüberschreitende Maßnahmen im Falle von schweren Infektionsgefahren und Epidemien wie beispielsweise der Schweinegrippe abgestimmt.

Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit soll die Patientensicherheit und die Qualität der Gesundheitsversorgung in Deutschland und den Niederlanden nachhaltig gesteigert werden. Mit dieser verbesserten Gesundheitsinfrastruktur können Kosten gespart und Versorgungsangebote aufgewertet werden: ein Standortvorteil in der Gesundheitsversorgung mit gleichzeitiger Vorbildfunktion für andere europäische Regionen. Für weitere Informationen: www.eursafety.eu / www.mrsa-net.org / www.mrsa.euprevent.eu

Pressekontakt EUREGIO
Christoph Bönig
+49 (0)2562-702-23
c.boenig@euregio.de
Hintergrund
Das Projekt EurSafety Health-net wird im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW, der Provincie Gelderland, der Provincie Limburg und der Provincie Overijssel kofinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der EUREGIO.
Factsheet INTERREG IV A-Projekt
EurSafety Health-net
Name des Projektes EurSafety Health-net
Projektbezeichnung Euregionales Netzwerk für Patientensicherheit und Infektionsschutz
Projektvolumen (gesamt)
davon EU-Mittel 8.107.550 €
4.053.775 €
Projektzeitraum 01.07.2008 – 31.12.2013
Lead Partner Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Hygiene
Ansprechpartner beim Lead Partner PD Dr. med. Alex Friedrich
alexf@uni-muenster.de
Anlass und Innovationscharakter des Projektes Das Hauptziel ist die Stärkung der Patientensicherheit und der grenzüberschreitende Schutz vor Infektionen. Hierbei ist insbesondere der Schutz vor Erregern mit Antibiotikaresistenz (z.B. MRSA, Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) von herausragender Bedeutung, da der Anteil in Deutschland bis zu 20 mal höher liegt als in den Niederlanden.
Projektaktivitäten
Aufstellen von einheitlichen Qualitätskriterien und Vorgehensweisen im Umgang mit Krankenhausinfektionen.
Aufbau einer Internetplattform zum grenzüberschreitenden Austausch zwischen den Projektpartnern.
Entwicklung eines grenzweiten Qualitätsverbundes, durch den die Anzahl der Infektionen reduziert wird.

Pressekontakt EUREGIO
Christoph Bönig
+49 (0)2562-702-23
c.boenig@euregio.de

Stefan Dreising | Universitätsklinikum Münster (UK
Weitere Informationen:
http://www.euregio.de
http://www.klinikum.uni-muenster.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie