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Erste Hoffnung auf Medikament gegen Autismus

26.04.2012
Forscher erzielen vielversprechende Testergebnisse bei Mäusen

Es gibt eine Aussicht auf ein Medikament zur Behandlung von Autismus. Wissenschaftler der National Institutes of Health ist es gelungen, bei Experimenten mit Mäusen die Symptome der Krankheit zu lindern. Derzeit gibt es keine Heilungsmöglichkeit. Die in Science Translational Medicine veröffentlichten Studienergebnisse zeigten, dass das Medikament GRN-529 die soziale Kompetenz verbesserte und die repetitiven Verhaltensweisen abnahmen.

Problem im Gehirn verankert

Behandlungsansätze, die bei Mäusen wirksam sind, haben beim Menschen immer wieder auch versagt. Mit einem wirklich einsetzbaren Medikament dürfte erst in mehreren Jahren zu rechnen sein. Man geht davon aus, dass ein Prozent der Kinder unter autistischen Störungen leidet. Die Symptome können von leicht bis schwer reichen. Dazu gehören soziale Schwierigkeiten, Verzögerungen im Spracherwerb und repetitive Verhaltensweisen wie das Klopfen mit den Händen. Sonderpädagogik sowie Sprach- und Verhaltenstherapie kommen zum Einsatz.

Bisher gingen Wissenschaftler des National Institutes of Health davon aus, dass Autismus durch Medikamente nicht behandelt werden kann. Die dieser Vorstellung zugrundeliegende Theorie ging davon aus, dass die bestehenden Probleme fest im Gehirn selbst verankert sind. Die Forscher betonen jedoch, dass es Hinweise darauf gibt, dass Autismus in manchen Fällen durch die Art und Weise verursacht wird, in der die Zellen im Gehirn an den Synapsen miteinander kommunizieren.

GRN-529 zielt auf Glutamat ab

Das Medikament GRN-529 zielt auf die Chemikalie Glutamat ab, die zwei Gehirnzellen beim Austausch von Informationen unterstützt. Für die Experimente wurden Mäuse mit autistischem Verhalten eingesetzt. Das ist jedoch nicht das gleiche wie Autismus. Autistische Mäuse sind weniger sozial und kommunizieren weniger mit anderen Tieren. Sie verbringen immer wieder auch sehr viel Zeit mit der Körperpflege. Nach der Injektion verwendeten sie weniger Zeit darauf und auch ihr soziales Verhalten verbesserte sich.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://nih.gov
http://stm.sciencemag.org

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