Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„EIT Health“ startet als europäisches Leitprojekt

11.12.2014

TUM-Campus in Garching wird internationaler Hauptsitz des Projekts

Das European Institute of Innovation and Technology (EIT) hat das neue Zukunftsprojekt bekanntgegeben, das sich im europaweiten Wettbewerb durchgesetzt hat: „EIT Health“ mit internationalem Hauptsitz auf dem Campus Garching der TU München. 144 Partner aus Industrie und Wissenschaft aus unterschiedlichen EU-Ländern gehen darin gemeinsam die wichtigsten Gesundheitsfragen an. Die TUM ist einer der deutschen Kernpartner.

Die EU fördert das Projekt als „Knowledge and Innovation Community“ (KIC) über sieben Jahre mit rund 80 Millionen Euro jährlich. Eines der über Europa verteilten „Co-Location Centers“ befindet sich in Heidelberg. Ein Konsortium unter Führung der Roche Diagnostics GmbH hatte den Antrag erarbeitet.

Die EU beabsichtigt mit diesen Großprojekten eine wirksame Vernetzung der europäischen Spitzenkompetenzen, um für zentrale Zukunftsthemen das „Wissensdreieck“ Forschung – Ausbildung – Unternehmertum weltweit sichtbar zu befruchten und die globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu stärken.

... mehr zu:
»Climate »EIT »Health »Innovation »KIC »Leitprojekt »TUM »Wirtschaft

„ ‚EIT Health‘ ist ein besonderer Erfolg für Deutschland, denn das Konsortium konzentriert führende Kräfte der deutschen Wissenschaft und Wirtschaft und vernetzt diese mit internationalen Spitzenpartnern in Europa.“, sagt TUM-Vizepräsident Prof. Thomas Hofmann, der das Headquarter nach Garching geholt hat.

Bei dem neuen Förderprogramm handelt es sich um eine „Knowledge and Innovation Community“ (KIC). KICs sind rechtlich selbstständige Partnerschaften aus Hochschulen, Wissenschaftsorganisationen, Unternehmen und anderen Interessenvertretern, die auf EU-Ebene ausgewählte Zukunftsthemen von gesellschaftlicher Leitrelevanz behandeln. Hierzu sollen die beteiligten Partner neue Produkte, Ausbildungskonzepte oder Dienstleistungen entwickeln und die Gründerszene befruchten.

Die TUM ist bereits an zwei der drei bestehenden KICs beteiligt: Climate KIC und EIT ICT Labs (Future Information and Communication Societies). Die Metropolregion München ist ein Zentrum der deutschen Gründerszene; für ihre unternehmerischen Förderprogramme wurde die TUM mehrfach ausgezeichnet.

„EIT Health“ wird weltweit eines der größten Forschungsprojekte im Bereich Gesundheit sein. Es widmet sich den zentralen Fragen des demographischen Wandels, wie einer besseren Gesundheitsversorgung, einer gesunden Lebensführung sowie aktivem Altern. Das Großprojekt besteht aus sechs lokalen Zentren (sogenannte Co-Location Centres), die Kompetenzen in den jeweiligen Ländern bzw. Landesverbünden bündeln.

Die Standorte sind in London (Großbritannien/Irland), Stockholm (Schweden/Dänemark), Barcelona (Spanien), Paris (Frankreich), Heidelberg (Deutschland/Schweiz) und Rotterdam (Belgien/Niederlande). Zusätzlich verbindet das „EIT Health“ mit dem InnoStars-Cluster acht aussichtsreiche innovative Wachstumsregionen in Kroatien, Ungarn, Polen, Portugal, Slowenien, Wales.

Mit der Unterzeichnung einer Konsortialvereinbarung auf zunächst sieben Jahre wird „EIT Health“ Mitte 2015 starten. Nach einer Startphase wird der Verbund rund 80 Millionen Euro pro Jahr vom EIT erhalten. Viele der 144 Partner (52 Kernpartner, 92 assoziierte Partner) haben bereits eine Kooperationskultur entwickelt, auf der „EIT Health“ jetzt aufbauen kann.

Weitere Informationen
• Über "EIT Health"
http://eit.europa.eu/sites/default/files/EIT%20Health%20-%20Factsheet%202014.pdf 
• European Institute of Innovation and Technology (EIT)
http://eit.europa.eu/
• Pressemeldung des EIT
http://eit.europa.eu/newsroom/eit-selects-new-strategic-partnerships-milestone-europe-areas-health-and-raw-materials
• Webseite des Konsortiums
http://www.inno.life/ 
• Climate KIC
http://www.climate-kic.org/ 
• EIT ICT Labs
http://www.eitictlabs.eu/


Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 500 Professorinnen und Professoren, 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 38.000 Studierenden eine der forschungsstärksten Technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunkte sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften und Medizin, ergänzt um die Wirtschafts- und Bildungswissenschaften. Die TUM handelt als unternehmerische Universität, die Talente fördert und Mehrwert für die Gesellschaft schafft. Dabei profitiert sie von starken Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft. Weltweit ist sie mit einem Campus in Singapur sowie Niederlassungen in Brüssel, Kairo, Mumbai, Peking und São Paulo vertreten. An der TUM haben Nobelpreisträger und Erfinder wie Rudolf Diesel und Carl von Linde geforscht. 2006 und 2012 wurde sie als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. In internationalen Rankings gehört sie regelmäßig zu den besten Universitäten Deutschlands. www.tum.de

Presseabteilung | Technische Universität München

Weitere Berichte zu: Climate EIT Health Innovation KIC Leitprojekt TUM Wirtschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Aktuelle Therapiepfade und Studienübersicht zur CLL
20.10.2017 | Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.

nachricht Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt
18.10.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für umweltfreundlichen Langzeitdünger

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

„Antilopen-Parfüm“ hält Fliegen von Kühen fern

20.10.2017 | Agrar- Forstwissenschaften

Aus der Moosfabrik

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie