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Eierstockkrebs: Neuer Test verhindert unnötige OPs

16.10.2014

Art und Stadium der Erkrankung werden besser festgestellt als bislang

Ein neuer Test unterstützt Ärzte bei der Behandlung von Eierstockkrebs und kann so die Zahl unnötiger Eingriffe reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der belgischen KU Leuven http://kuleuven.be und des Imperial College London http://imperial.ac.uk . Der Test ist darauf ausgerichtet, die einzelnen Arten der Krebserkrankung und das Krankheitsstadium besser zu diagnostizieren.

Zysten und Tumore im Fokus

Laut dem Team um Tom Bourne erhalten viele Patientinnen derzeit nicht die bestmögliche Behandlung. Details wurden im "British Medical Journal" http://bmj.com veröffentlicht. Der Test zielt darauf ab, genau zwischen gutartigen Zysten und bösartigen Tumoren zu unterscheiden und festzustellen, wie aggressiv ein Tumor ist.

Bourne zufolge ist es von entscheidender Bedeutung die Diagnose vor der Operation richtig zu stellen. "Ist sie nicht richtig, kann es zu einer zu umfangreichen Operation kommen, bei der zum Beispiel ein Einerstock ohne Notwendigkeit entfernt wird." Dem Forscher nach ist die Entfernung eines Eierstocks vor allem für junge Frauen, die sich noch Kinder wünschen, ein sehr schwieriges Thema.

Daten von 3.056 Frauen analysiert

Der Test kombiniert Patienteninformationen, Ergebnisse von Bluttests und Ultraschallaufnahmen, um die Bösartigkeit, die Art und das Stadium der Krankheit vorherzusagen. Für die Entwicklung wurden die Daten von 3.056 Patientinnen aus zehn europäischen Ländern im Zeitraum von 1999 bis 2007 analysiert. Der Test wurde zwischen 2009 und 2012 an weiteren 2.403 Patientinnen erprobt.

Ersten Ergebnissen zufolge liefert der Test deutlich bessere Ergebnisse, als bisher in Großbritannien möglich waren. Eierstockkrebs ist der aggressivste Unterleibskrebs. Nur 40 Prozent der Patientinnen leben laut der Studie fünf Jahre nach der Diagnose noch. Einer der entscheidenden Faktoren ist der Zeitpunkt der Diagnose. Derzeit gibt es in Großbritannien keine Screening-Programme.

Die Patientinnen müssen sich in der Folge darauf verlassen, dass sie den Arzt rechtzeitig aufsuchen und eine Diagnose gestellt wird. Entscheidend für das Überleben ist auch, ob die Operation von einem Spezialisten durchgeführt wird. Viele Frauen werden derzeit von Allgemeinchirurgen operiert. Verantwortlich dafür könnte sein, dass das Ausmaß der Erkrankung erst beim Eingriff selbst erkennbar wird.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion

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