Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dresdner Hämatologe initiiert mit „Onkopedia“ eine der weltweit größten Krebsdatenbanken

13.11.2012
Professor Gerhard Ehninger, seit 1994 Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, setzt sich deutschlandweit und international für die Belange von Krebs-Patienten ein.
Dabei ist die zeitnahe Verbreitung von wissenschaftlich überprüften Behandlungsempfehlungen für ärztliche Kollegen immer wichtiger geworden. Der renommierte Krebsexperte ist deshalb Mitinitiator der weltweit größten Krebs-Datenbank „Onkopedia“, die allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz von 30.000 Personen regelmäßig konsultiert wird.

Da die Spende von Blutstammzellen nach wie vor eine der wichtigsten Therapieoptionen ist, will Prof. Ehninger die Zahl der registrierten Knochenmark-Spender massiv erhöhen. Als Mitbegründer der Deutschen Knochenmarkspender-Datei DKMS und in der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie gehört er deshalb zu den Initiatoren der international ausgelegte Aktion „Delete Blood Cancer“. Zusätzlich kämpft Prof. Ehninger insbesondere auch für die internationale Sichtbarkeit der deutschen Krebsmedizin und setzt sich für die nationale Versorgung von seltenen Erkrankungen ein. Seine herausragende Stellung schlägt sich auch in der Ausgabe November/Dezember 2012 des Magazins „Focus Gesundheit“ nieder, die den Dresdner Krebsexperten als „Top Mediziner Onkologie“ ausgezeichnet hat.

„Als Mediziner und Vertreter einer Fachgesellschaft wird mir häufig von Politikvertretern eine größere Aufmerksamkeit entgegengebracht als sie beispielsweise Patienten und deren Angehörigen zuteil wird“, erklärt Prof. Ehninger. „Diesen Experten-Vorsprung möchte ich im Sinne der Patienten nutzen, um die nationale und internationale Versorgung maßgeblich zu verbessern.“ – „In seinen Funktionen als Geschäftsführender Direktor des Universitäts KrebsCentrums, aber auch als herausragender Hämatologe trägt Prof. Ehninger wesentlich dazu bei, den Ruf der Dresdner Hochschulmedizin als Ort exzellenter Krebstherapie weiter auszubauen. Dabei ist es auch für ihn selbstverständlich, eigenes Wissen und Know-how ohne Abstriche mit Fachkollegen zu teilen. Die neue Krebs-Datenbank ist hierfür ein gutes und nachahmenswertes Beispiel“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums.

Professor Gerhard Ehninger forscht und behandelt seit 1994 am Universitätsklinikum in Dresden mit den Schwerpunkten Gastroenterologie, Hämatologie, Onkologie, Pneumologie und Infektiologie. Ehninger war 1991 Gründungsgesellschafter der DKMS Deutsche Knochenmarkspender-Datei. Seit nunmehr drei Jahren arbeiten er und ein Team von Medizinern an der weltweit größten Krebs-Datenbank „Onkopedia“ (http://www.dgho-onkopedia.de), die sich ausschließlich auf wissenschaftlich verifizierte Informationen stützt. Das Portal hält online frei zugänglich eine Vielzahl an Therapieempfehlungen für Menschen mit Krebserkrankungen vor. „Die Datenbank staffelt sich in ein Angebot für Fachärzte, für Mitarbeiter im Pflegebereich und für Patienten ohne wissenschaftliche Vorbildung“, so Prof. Ehninger. Die Inhalte seien hierbei komplett die gleichen, allerdings sei die sprachliche Darstellung an die jeweilige Zielgruppe angepasst. „Onkopedia hat in kurzer Zeit immens an Popularität gewonnen“, freut sich Ehninger. „Wir verzeichnen mittlerweile monatlich zwei Millionen Zugriffe bei 30.000 aktiven Nutzern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In den kommenden Monaten soll das Angebot ins Englische übersetzt werden.“ Alle Inhalte gründen sich auf aktuellsten Therapieerfahrungen und werden regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht.

Zudem ist Prof. Gerhard Ehninger ein wichtiger Repräsentant der Hochschulmedizin Dresden. Auf den weltweit bedeutendsten Kongressen der Krebsmedizin präsentieren er und weitere Spezialisten der Medizinischen Klinik I regelmäßig neueste Erkenntnisse aus der Versorgung von Krebspatienten sowie aus der Forschung. Mit vielfältigen Engagements – unter anderem als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie – kämpft Prof. Ehninger für die Belange krebskranker Menschen. Als Geschäftsführender Direktor des Universitäts KrebsCentrums – eines von bundesweit nur elf von der Deutschen Krebshilfe ausgezeichneten und geförderten „Onkologischen Spitzenzentren“ – steht er für eine Krankenversorgung, die neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeitnah in die Therapie überträgt und das dabei gewonnene Know-how zeitnah an ärztliche Kollegen weitergibt.

Drei Millionen registrierte Knochenmarkspender reichen leider nicht
Prof. Ehninger setzt sich nach wie vor für „sein Ziehkind“, die DKMS ein. „Wir verzeichnen heute drei Millionen registrierte Knochenmark-Spender in Deutschland, damit sind wir dem Ausland weit voraus“, erklärt der Blutkrebs-Experte. „Mit unserer Aktion ‚Delete Blood Cancer‘ möchten wir jede Form dieser Krebserkrankung heilbar machen“, sagt Prof. Ehninger. Dieser Anspruch zieht sich fort: So erforschen Ehninger und sein Team am Universitätsklinikum Dresden seltene Formen der Leukämie. Mit einer Kombination aus Medikamenten und Vitamin-Derivaten soll eine dieser Varianten der Erkrankung perspektivisch ohne Chemotherapie behandelt werden können. „Unser Ziel ist es, Patienten schnell und unkompliziert den besten Zugang zu einer hochwertigen Medizin zu ermöglichen“, so der Krebs-Experte. Damit dieses Konzept weiter gelebt wird, hat er mit Prof. Martin Bornhäuser eine Doppelspitze in der Klinikleitung etabliert. „Meine Vorstellung ist es, das sich die Klinik auch dann nahtlos weiterentwickelt, wenn ich den Staffelstab übergeben habe“, so Prof. Ehninger.

Top-Mediziner Onkologie
Das Focus-Ranking gründet sich auf Interviews mit ärztlichen Experten aus ganz Deutschland. Zudem befragte das Magazin Patientenverbände und Selbsthilfegruppen. In die Bewertung wurden zudem die wissenschaftlichen Aktivitäten der ins Ranking aufgenommenen Mediziner einbezogen. Bei der aus acht Einzelkategorien zusammengesetzten Bewertung erreichte Prof. Ehninger in sieben Kategorien die Bestnote. Damit gilt er nicht nur als „Top Mediziner Onkologie“ Deutschlands sondern konnte sich diese Position unter allen deutschen Krebsärzten sichern. Das Magazin „Focus Gesundheit“ ist ein Ableger des gleichnamigen Nachrichtenmagazins und nach eigenen Angaben der „umfangreichste Mediziner-Check Deutschlands“. Nachdem das Dresdner Uniklinikum im Sommer bereits einen Spitzenplatz im Krankenhausranking des Focus belegt hatte, ist dies ein weiterer Beleg dafür, dass die Dresdner Hochschulmedizin zu den besten Einrichtungen Deutschlands gehört.

Kontakt
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Medizinische Klinik und Poliklinik I
Direktoren: Prof. Dr. Gerhard Ehninger, Prof. Martin Bornhäuser
Tel: +49-351 458 4190
gerhard.ehninger@uniklinikum-dresden.de
http://www.uniklinikum-dresden.de/mk1

Spitzenmedizin für Dresden:
Uniklinikum erobert Top-Position in deutschen Krankenhaus-Rankings
Deutschlands größter, 2012 erschienener Krankenhausvergleich des Nachrichtenmagazins „Focus“ bescheinigt dem Universitätsklinikum Carl Gustav Dresden (UKD) eine hervorragende Behandlungsqualität. Die Dresdner Hochschulmedizin erreichte Platz drei im deutschlandweiten Ranking. Dies ist ein weiterer Beleg für die überdurchschnittliche Qualität der 21 Kliniken des UKD. Gesundheitsexperten sowie insgesamt 18.000 Ärzte hatten Kliniken aus ganz Deutschland beurteilt. Sie honorierten dabei die großen Anstrengungen des Dresdner Uniklinikums in den Bereichen Behandlungsqualität und Patientensicherheit. Beim Focus-Vergleich erreichte das Dresdner Uniklinikum vor allem Top-Noten für die Therapie von Parkinson und Prostatakrebs. Damit belegen die Kliniken für Neurologie beziehungsweise Urologie jeweils Platz zwei. Unter den Top fünf ist nochmals die Neurologie mit der Behandlung von Multipler Sklerose vertreten. Top-Plätze im Ranking erreichten zudem die Klinik für Viszeral- Thorax- und Gefäßchirurgie mit der Versorgung von Darmkrebspatienten sowie die Klinik für Psychiatrie mit der Therapie von Depressionen.

Bei der im November 2012 erschienenen Ärzteliste des Magazins „Focus Gesundheit“ sind folgende Ärzte des Dresdner Universitätsklinikums als „Top-Mediziner „ ausgezeichnet worden: Prof. Michael Bauer, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sowie sein Mitarbeiter Dr. Emanuel Severus – Kategorie Psychiatrie (Depressionen und bipolare Störungen); Prof. Christian Hugo, Medizinische Klinik III – Kategorie Bluthochdruck; Dr. Bettina Hauswald, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde – Kategorie Allergologie; PD Dr. Christian Vogelberg, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin – Kategorien Allergologie und Asthma; Prof. Klaus-Peter Günther, Direktor der Klinik für Orthopädie – Kategorie Orthopädie (Hüftspezialisten); Dr. Philip Kasten, Klinik für Orthopädie – Kategorie Orthopädie (Schulterspezialisten); Prof. Gerhard Ehninger, Direktor der Medizinischen Klinik I – Kategorie Krebs (Leukämien, Lymphome, Metastasen), PD Dr. Gunnar Folprecht, Medizinische Klinik I – Kategorie Krebs (Tumore des Verdauungstrakts); Prof. Manfred Wirth, Direktor der Klinik für Urologie – Kategorie Krebs (Urologische Tumore); Prof. Rainer Sabatowski, Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie – Kategorie Schmerz; Prof. Thomas Hoffmann, Direktor der Klinik für Parodontologie – Kategorie Zahnheilkunde (Parodontologie); Prof. Michael Walther, Direktor der Klinik für Zahnärztliche Prothetik – Kategorie Zahnheilkunde (Prothetik); Prof. Lutz Pillunat, Direktor der Klinik für Augenheilkunde – Kategorie Augenheilkunde (Glaukom-Experten).

Holger Ostermeyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinikum-dresden.de/mk1

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?
23.05.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

How herpesviruses win the footrace against the immune system

26.05.2017 | Life Sciences

Water forms 'spine of hydration' around DNA, group finds

26.05.2017 | Life Sciences

First Juno science results supported by University of Leicester's Jupiter 'forecast'

26.05.2017 | Physics and Astronomy