Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Im Dienst der Forschung - 1000. Patient im Forschungsprojekt GANI_MED

12.06.2012
Bereits ein Jahr nach dem Start der Patientenuntersuchungen im Forschungsprojekt GANI_MED (Greifswald Approach to Individualized Medicine) durchläuft der 1000. Patient das Untersuchungsprogramm der Studie.
Im Rahmen des Projektes zur Individualisierten Medizin werden seit Juli 2011 Untersuchungsgruppen, sogenannten Patientenkohorten, für häufige Krankheitsbilder aufgebaut. Das Projekt GANI_MED läuft seit Herbst 2009 und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern mit insgesamt 15,4 Millionen Euro gefördert.

Zur Aufnahme des 1000. Patienten in das Untersuchungsprogramm möchten wir Sie gerne zu einem Pressefoto einladen.

Datum: Mittwoch, 13. Juni 2012
Uhrzeit: 10:00 Uhr
Ort: Universitätsmedizin Greifswald, Fleischmannstraße 8, Raum P 0.30

Experte vor Ort ist PD Dr. Marcus Dörr (Innere Medizin)

Was passierte bisher bei GANI_MED?
In der ersten Phase des Forschungsprojektes wurden die Patientenuntersuchungen vorbereitet. So mussten zunächst die Untersuchungsmethoden (z.B. Erhebung der Krankheitsgeschichte und die Messung von Größe, Gewicht, Blutdruck) exakt definiert und standardisiert werden. Als wesentliche Voraussetzung für die Studie wurde eine umfangreiche Biomaterialbank eingerichtet, um die gewonnenen Proben von Blut, Speichel, Urin und genetischem Material effektiv zu lagern.
Auch ethische und gesundheitsökonomische Fragen im Kontext der Individualisierten Medizin wurden diskutiert und berücksichtigt.

Außerdem wurden notwendige strukturelle Anpassungen vorgenommen, so dass die Patienten umfassend und vergleichbar mit Hilfe eines digitalen Fragebogens befragt und auf allen Stationen mit identischen Geräten untersucht werden können.

Am 7. Juli 2011 waren die Vorbereitungen abgeschlossen und die ersten Patienten der Universitätsmedizin konnten in die Studie eingeschlossen werden.

Welche Krankheiten werden erforscht?
Das Forschungsteam von GANI_MED konzentriert sich auf die Erforschung von häufigen Volkskrankheiten.
Zu Beginn konzentrierte sich das Projekt auf fünf Patientengruppen, die jeweils durch ein Krankheitsbild charakterisiert sind (Herzinfarkt, Schlaganfall, Niereninsuffizienz, Zusatzerkrankungen beim Metabolischen Syndrom, Fettleber). Mittlerweile gibt es konkrete Planungen, das Forschungsprojekt GANI_MED auf weitere Krankheitsbilder auszudehnen, um Krankheit und Gesundheit in unserer Region noch besser zu verstehen.

Wer ist an GANI_MED beteiligt?
Ein besonderes Kennzeichen des Forschungsprojektes ist, dass alle Fakultäten der Universität Greifswald eingebunden sind. So arbeiten in GANI_MED unter anderem Wissenschaftler aus der Medizin, der Pharmakologie, der Informatik, der Ethik, der Theologie und der Gesundheitsökonomie zusammen. Außerdem gibt es enge Kooperationen mit verschiedenen nationalen und internationalen Partnern.

Was möchte GANI_MED erreichen?
Langfristiges Ziel ist es, Konzepte der Individualisierten Medizin in einem interdisziplinären Konsortium fortzuentwickeln und an der Universitätsmedizin Greifswald zu etablieren. Individualisierte Medizin möchte das pathologische Verständnis für wichtige Volkskrankheiten vertiefen und die Vorsorge, Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen verbessern.

Kontakt an der Universität Greifswald
Claudia Richardt
Projektkoordinatorin GANI_MED
Institut für Community Medicine
Rathenaustr. 48, 17487 Greifswald
Tel. 03834-86 7736
claudia.richardt@uni-greifswald.de

Babette Verclas | idw
Weitere Informationen:
http://www.medizin.uni-greifswald.de/gani_med/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht In Deutschland wächst die Zahl der Patienten mit Diabetes mellitus
23.02.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt
22.02.2017 | Klinikum der Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie