Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsches Zentrum für Lungenforschung startet im Juni

18.04.2011
Wissenschaftliche Koordination liegt bei der Justus-Liebig-Universität Gießen

Das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL), an dem die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) über das Universities of Giessen and Marburg Lung Center (UGMLC) federführend beteiligt ist, wird im Juni 2011 an den Start gehen. Das hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am 15. April 2011 bekannt gegeben. „Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung des BMBF“, sagte JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Sie ist eine Bestätigung für die herausragende Bedeutung des Medizinstandortes Mittelhessen.“

Die besondere Bedeutung der Gießener Universitätsmedizin zeigt sich darin, dass die wissenschaftliche Gesamtkoordination des gesamten DZL bei der Leitung des UGMLC am Partnerstandort Gießen liegt. Das UGMLC wird geleitet von Prof. Dr. Werner Seeger, Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger und Prof. Dr. Harald Renz. „Mit dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung wird die deutsche Expertise im Bereich der pneumologischen Forschung und Klinik gebündelt“, so Seeger. „Das gibt uns die Möglichkeit, schnell neue Ansätze gegen Lungenerkrankungen zu entwickeln, um so das Leid der Patienten künftig besser lindern zu können.“

Lungenerkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Zurzeit existieren noch immer kaum effektive Therapiemöglichkeiten für die meisten chronischen Lungenerkrankungen. Damit Lungenerkrankungen erfolgreicher behandelt werden können, werden im DZL die besten pneumologischen Forschungseinrichtungen zusammengeführt. Die grundlagen-, krankheits- und patientenorientierte Forschung soll zentrumsbezogen koordiniert und auf internationalem Spitzenniveau durchgeführt werden, damit die Translation grundlegender wissenschaftlicher Erkenntnisse in neue klinische Konzepte zur Verbesserung der Patientenversorgung möglichst effektiv gelingt.

Bei der Gießener Beteiligung am DZL handelt sich um einen gemeinsamen Antrag des „UGMLC – Universities of Giessen and Marburg Lung Center“ der JLU, der Philipps-Universität Marburg und des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim. Standorte des DZL sind neben Gießen und Marburg die Städte München, Heidelberg, Hannover und Borstel/Lübeck.

Das DZL ist nicht das einzige Deutsche Zentrum der Gesundheitsforschung, an dem die JLU eine wichtige Rolle spielt: Die Universität Gießen ist auch Partnerstandort beim Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZI) – gemeinsam mit der Philipps-Universität Marburg und weiteren Partnern. Wissenschaftler der JLU sind zudem am Deutschen Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK) beteiligt.

Kontakt:
Prof. Dr. Werner Seeger
Medizinische Klinik und Poliklinik II
Klinikstraße 36, 35392 Gießen
E-Mail: Werner.Seeger@innere.med.uni-giessen.de

Caroline Link | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-giessen.de

Weitere Berichte zu: BMBF DZL Lungenerkrankung Lungenforschung UGMLC

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?
23.05.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie