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Depression im Leistungssport - Vorbeugen auch hier besser als Heilen

02.11.2010
Jeder fünfte Mensch erlebt im Laufe seines Lebens eine Depression oder eine depressive Episode. Vermutlich sind auch Leistungssportlerinnen und -sportler hiervor nicht geschützt.

Bereits in jungen Jahren werden Hochleistungssportlerinnen und -sportler mit hohen psychischen Belastungen und Stress sowie innerem und äußerem Druck konfrontiert. In einzelnen Fällen können diese Belastungen depressive Verstimmungen auslösen.

Am Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln (Professor Jens Kleinert, Abteilung Gesundheit & Sozialpsychologie) wurden Belastungsreaktionen von jungen Hochleistungssportlern sowohl in quantitativen Studien als auch in Interviewstudien untersucht.

Das Ergebnis: In 3 bis 5 Prozent der Fälle treten Stimmungsstörungen und psychosomatische Störungen in besorgniserregender Intensität und Häufigkeit auf. 15 Prozent der Jugendlichen äußern entsprechende Symptome (beispielsweise Kopfschmerz, Konzentrationsmangel, Energielosigkeit) in zumindest mäßiger Ausprägung. Über mangelnde Erholung und Müdigkeit berichten mehr als ein Drittel der jungen Athleten.

Zur Vorbeugung solcher und anderer psychischer oder psychosomatischer Symptome entwickelte die Forschergruppe um Professor Kleinert in den letzten Jahren Workshops für jugendliche Leistungssportlerinnen und -sportler. Im Rahmen des von der Sportstiftung NRW geförderten Projekts „mentaltalent.de“ lernen die Sportlerinnen und Sportler, mentale Fähigkeiten nicht nur zur Leistungssteigerung, sondern auch zur Bewältigung von Stress und emotionalen Belastungen einzusetzen.

Wer sich über die Thematik der psychischen Störung im Leistungssport weiter informieren möchte, ist am 4. November, 19:30 Uhr, herzlich zu einem Vortrag in den Hörsaal 2 der Deutschen Sporthochschule eingeladen (im Rahmen der Vortragsreihe “Psyche und Gesundheit“ des Kölner Vereins für seelische Gesundheit e.V. und der Psychiatrischen Universitätsklinik Köln).

Es referieren Prof. Dr. J. Klosterkötter (Institut für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität zu Köln) und Prof. Dr. Jens Kleinert (Psychologisches Institut der Deutschen Sporthochschule Köln) zur Thematik der Depression sowie ihres Erscheinungsbilds und ihrer Prävention im Rahmen des Leistungssports.

Sabine Maas | idw
Weitere Informationen:
http://www.dshs-koeln.de/

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