Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jetzt Daten melden: DIMDI erfasst Abgabemengen von Tierarzneimitteln

24.02.2012
Pharmazeutische Unternehmen und Großhändler können beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) ab sofort die Mengen an Tierarzneimitteln melden, die sie 2011 an Tierärzte abgegeben haben.

Für Tierarzneimittel, die Antibiotika und hormonelle Stoffe enthalten, sind sie dazu seit letztem Jahr gesetzlich verpflichtet. Bis Ende März 2012 sind sie erstmals aufgerufen, Daten an das beim DIMDI geschaffene Register zu übermitteln. Alle zur Registrierung und Meldung notwendigen Informationen stehen im Portal PharmNet.Bund.

Die gemeldeten Daten werden ausschließlich Behörden zugänglich sein. Sie sollen dazu beitragen, bessere Erkenntnisse zur Antibiotikaresistenz-Entwicklung in der Tiermedizin zu gewinnen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sieht vor, Auswertungen aus dem Register in anonymisierter Form zu veröffentlichen.

Pharmazeutische Unternehmen und Großhändler müssen ihre jährlichen Verkaufszahlen regional aufgegliedert an das Register melden. Neben Antibiotika werden weitere Stoffgruppen einbezogen, bei denen ein missbräuchlicher oder fahrlässiger Einsatz vorstellbar ist.

Eine Liste auf dem Portal PharmNet.Bund zeigt an, für welche Stoffe und Arzneimittel die Mitteilungspflicht gilt. Sie wird halbjährlich aktualisiert (jeweils zum 1. November und zum 1. Mai) und gilt jeweils für das darauf folgende Halbjahr. Daten melden müssen pharmazeutische Unternehmer und Inhaber einer Großhandelserlaubnis, die Arzneimittel mit Stoffen aus dieser Liste an einen im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland niedergelassenen Tierarzt oder eine tierärztliche Hausapotheke abgeben. Über eine zugangsbeschränkte Anwendung auf PharmNet.Bund können sie ihre Meldedatei(en) für das Register beim DIMDI hochladen.

Resistenzen verstehen und minimieren
Die Erfassung der Abgabemengen von Antibiotika an Tierärzte ist ein Baustein der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART). Ihr Ziel ist es, den Einsatz von Antibiotika zu minimieren und die Ausbreitung von Resistenzen zu vermindern. Die Entstehung von Resistenzen zu beobachten und zu verstehen, wird für ihre Bekämpfung immer wichtiger. Dazu wertet das BVL die Register-Daten aus. Diese Erkenntnisse fließen ein in eine umfassende Risikobewertung der Antibiotikaresistenz-Entwicklung in Tierhaltung, Lebensmittelkette und Tiermedizin. Ergebnisse aus anderen Beobachtungen z.B. zu Resistenzen bei Bakterien werden dabei ebenfalls berücksichtigt.

Das DIMDI stellt über das Internet hochwertige Informationen für alle Bereiche des Gesundheitswesens zur Verfügung. Es entwickelt und betreibt datenbankgestützte Informationssysteme für Arzneimittel und Medizinprodukte und verantwortet ein Programm zur Bewertung gesundheitsrelevanter Verfahren und Technologien (Health Technology Assessment, HTA).

Das DIMDI ist Herausgeber amtlicher medizinischer Klassifikationen wie ICD-10-GM und OPS und pflegt medizinische Terminologien, Thesauri, Nomenklaturen und Kataloge (z. B. MeSH, UMDNS, Alpha-ID, LOINC, OID), die für die Gesundheitstelematik von Bedeutung sind. Das DIMDI ermöglicht den Online-Zugriff auf seine Informationssysteme und über 60 Datenbanken aus der gesamten Medizin. Dafür entwickelt und pflegt es moderne Software-Anwendungen und betreibt ein eigenes Rechenzentrum.

Sven Borowski | idw
Weitere Informationen:
http://www.pharmnet-bund.de/de/tierarzneimittel-abgabemengen/index.htm
http://www.gesetze-im-internet.de/dimdiamv/index.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Aromatherapie bei COPD
12.05.2015 | Airnergy AG

nachricht Chronische Wunden können heilen
16.10.2017 | Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum - Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Partnervermittlung mit Konsequenzen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungsnachrichten

3D-Mapping von Räumen mittels Radar

17.10.2017 | Energie und Elektrotechnik