Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Brustkrebs-Patientinnen erhalten am Dresdner Uniklinikum zusätzliche innovative Therapie

11.04.2013
Mit einer erstmals in der Region angebotenen Kombination einer Spezialuntersuchung sowie einer medikamentösen Therapie weitet die Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden ihr Behandlungsangebot für Brustkrebspatientinnen weiter aus.

Mit der ab Mai routinemäßig vorgenommenen Untersuchung des Knochenmarks auf ausgeschwemmte Tumorzellen kann das Team um die Klinikdirektorin und Krebsexpertin Prof. Pauline Wimberger die von diesen Zellen ausgehende Gefahr deutlich senken.

Studienergebnisse zeigten, dass eine zusätzliche zweijährige orale Therapie mit Bisphosphonaten – Medikamente zur „Stärkung“ des Knochens – die dorthin ausgewanderten Zellen beseitigen kann. Mit Hilfe der zusätzlichen Therapie kann das Überleben dieser Brustkrebspatientinnen verlängert werden.

Um das Knochenmark auf die ausgeschwemmten Tumorzellen untersuchen zu können, wird den Krebspatientinnen während der operativen Entfernung des Tumors in der Brust Knochenmark aus beiden Beckenkämmen entnommen. „Diese Punktion mit minimalen Einstichstellen ist für die betroffenen Frauen keine zusätzliche Belastung. Wir nehmen die Biopsie während der Brustoperation in Vollnarkose vor, sie könnte aber auch in Lokalanästhesie erfolgen“, sagt Prof. Pauline Wimberger. Stellt sich bei der Untersuchung des entnommenen Knochenmarks heraus, dass sich die Tumorzellen dort angesiedelt haben – das trifft immerhin für 20 bis 30 Prozent der Brustkrebspatientinnen zu, bei denen die Erkrankung erstmals festgestellt wurde – erhalten sie über zwei Jahre regelmäßig Bisphosphonate in Tablettenform.

„Mit diesem zusätzlichen Behandlungsangebot können wir unseren Patientinnen eine weitere auf Sie persönlich abgestimmte innovative Therapie anbieten, um so deren Prognose zu verbessern. An den Studien, die den Erfolg der Untersuchung und des Medikaments belegen, war ich in meiner Zeit am Uniklinikum in Essen maßgeblich beteiligt“, betont die im Sommer 2012 nach Dresden gewechselte Krebsexpertin. Insgesamt werden am Dresdner Uniklinikum jährlich etwa 200 an Brustkrebs erkrankte Patientinnen operiert, denen nun diese zusätzliche Option offen steht.

Um eine optimale, fachübergreifende, den aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechende Versorgung der Krebspatientinnen sicherzustellen, ist die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe als Gynäkologisches Krebszentrum sowie als Mitglied des Regionalen Brustzentrums zertifiziert. Beide Einrichtungen arbeiten unter dem Dach des Universitäts KrebsCentrums (UCC), das eines von elf onkologischen Spitzenzentren Deutschlands ist.

Kontakt
Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Direktorin: Prof. Pauline Wimberger
Tel. 0351/ 4 58 34 20
E-Mail: frauenklinik@uniklinikum-dresden.de

Holger Ostermeyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinikum-dresden.de/gyn

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn
19.01.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Sicher und gesund arbeiten mit Datenbrillen
13.01.2017 | Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie