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Blutgerinnungsstörung einfacher und schneller diagnostizieren

11.10.2011
Siemens bringt neuen Test zum Nachweis der „von-Willebrand-Erkrankung“ auf den Markt

Der neue Labortest Innovance VWF Ac von Siemens weist die „von-Willebrand“- Blutkrankheit nach, bei der das Protein „von-Willebrand-Faktor“ (vWF) in zu geringer Menge gebildet wird oder funktionsgestört ist, was die natürliche Blutgerinnung einschränkt.

Mit Innovance VWF Ac können Labormediziner in einem einfachen, automatisierten Verfahren feststellen, ob das Eiweiß in ausreichender und funktionsfähiger Form gebildet wird. Im Vergleich zum bisherigen vWF-Standardtest, dem vWF:RCo-Assay, sind die Reagenzien nach Anbruch länger haltbar, was den Einsatz in der klinischen Routine flexibler macht. Die Reagenzien müssen außerdem vor der Anwendung nicht mehr bearbeitet werden, sodass die Ergebnisse schneller zur Verfügung stehen.

Die von-Willebrand-Erkrankung ist die häufigste erbliche Blutgerinnungsstörung. In Deutschland sind davon etwa 800.000 Menschen betroffen. Bei der erhöhten Blutungsneigung wird der von- Willebrand-Faktor – ein Protein, das als Trägerprotein des Blutgerinnungsfaktors VIII eine wichtige Rolle bei der Blutstillung spielt – nicht ausreichend gebildet oder funktioniert nicht korrekt. Oft sind die Symptome, wie beispielsweise beidseitiges Nasenbluten, nur leicht ausgeprägt.

Bei Operationen kann es dennoch zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen. In der Routinediagnostik werden bisher bei Verdacht auf eine von-Willebrand-Erkrankung normalerweise zwei Tests eingesetzt, der sogenannte Ristocetin-Cofaktor-Assay (vWF:RCo) und ein Antigen-Test (vWF:Ag-Assay).

Der neue Bluttest Innovance VWF Ac von Siemens ist ein funktionaler von-Willebrand-Test, der nachweist, welche Menge des Proteins gebildet wird und ob die Moleküle funktionsfähig sind. Weil bei Innovance VWF der Messbereich auch auf niedrige Werte ausgeweitet wurde, eignet sich der Test nicht nur für Patienten mit sehr hohem vWF-Spiegel, sondern hilft auch, die seltene und besonders schwerwiegende von-Willebrand-Erkrankung Typ 3 zu erfassen. Hier fehlt der vWF völlig und der Antigen-Spiegel liegt an der unteren Nachweisgrenze, weshalb diese Form der Erkrankung bisher schwer nachzuweisen war.

In seiner diagnostischen Aussagekraft ist der neue Test sehr gut vergleichbar mit dem Ristocetin- Cofaktor-Assay. Innovance VWF Ac bringt dem Nutzer dabei aber entscheidende Vorteile im Zeitmanagement und lässt sich flexibler anwenden. Die Reagenzien müssen vor dem Einsatz nicht mehr mit Wasser aufgelöst werden und sind nach Anbruch bis zu vier Wochen haltbar, während das vWF:RCo-Reagenz innerhalb von zwei Tagen verbraucht werden muss. Diese begrenzte Haltbarkeit führt häufig dazu, dass bei Notfällen Reagenzien angebrochen und danach nicht vollständig aufgebraucht werden können, wohingegen Labormediziner mit dem neuen Innovance VWF Ac wirtschaftlicher arbeiten können.

Innovance VWF Ac kann auf allen Gerinnungssystemen von Siemens automatisiert durchgeführt werden.

Das hier genannte Produkt ist in einigen Ländern noch nicht käuflich zu erwerben. Aufgrund von medizinprodukterechtlichen Vorgaben kann die zukünftige Verfügbarkeit in keinem Land zugesagt werden. Detaillierte Informationen sind bei der jeweiligen Siemens Organisation vor Ort erhältlich.

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 48.000 Mitarbeiter und ist rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2010 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 12,4 Milliarden Euro und ein Ergebnis von rund 750 Millionen Euro.

Sonja Fischer | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/healthcare

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