Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bewegung bei Herzschwäche: Wie belastbar ist der Patient?

13.12.2012
Deutsche Stiftung für Herzforschung fördert Forschungsvorhaben zur Leistungseinschränkung bei Herzschwäche

Die Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist eine ernste Krankheit, die durch Luftnot unter Belastung und Abnahme der Leistungsfähigkeit gekennzeichnet ist. Im fortgeschrittenen Stadium ist der Alltag stark beeinträchtigt. Das kann so weit gehen, dass der Patient durch seine Herzschwäche ans Bett gefesselt ist.

Welche Faktoren bei Herzschwäche zu einer Leistungseinschränkung führen, untersucht das Forschungsvorhaben von Dr. med. Michael T. Coll Barroso und Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Hilberg, Lehrstuhl für Sportmedizin der Bergischen Universität Wuppertal: „Limitierende Faktoren der maximalen Sauerstoffaufnahme bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz“.

Das Projekt wird von der Deutschen Stiftung für Herzforschung, Tochterorganisation der Deutschen Herzstiftung, mit 56 500 Euro für zwei Jahre gefördert. Die Studie wird sich beiden Formen der Herzschwäche widmen, der systolischen und der diastolischen Herzschwäche. Bei der systolischen Form besteht eine verminderte Pumpfunktion der Herzkammern, die diastolische Form ist durch eine Versteifung des Herzmuskels gekennzeichnet, die die Füllung des Herzens mit Blut erschwert und so eine verminderte Herzleistung trotz ungestörter Pumpfunktion zur Folge hat.

Klärung der Belastbarkeit

Dass die Beschwerden bei Herzschwächepatienten durch ein gezieltes Herz-Kreislauf- und Muskelaufbautraining verbessert werden können, ist durch Studien belegt. „Wurden früher Patienten mit Herzschwäche noch angehalten, sich körperlich zu schonen, so gilt heute als gesichert, dass ein regelmäßiges körperliches Training den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflusst“, stellt Dr. Coll Barroso fest. „Jedoch ist für ein optimales Training von Patienten mit Herzschwäche eine Diagnostik notwendig, die in der Lage ist, die individuellen Faktoren, die die Leistung des jeweiligen Patienten beschränken, offenzulegen.“

Untersuchung an 100 Patienten

Für die besser untersuchte systolische Herzinsuffizienz hat sich gezeigt, dass das Ausmaß der Pumpfunktionsstörung des Herzens nur in sehr geringer Beziehung zu den Beschwerden und der eingeschränkten körperlichen Belastbarkeit der Betroffenen steht. „Eine besondere Rolle scheint eher die Skelettmuskulatur zu spielen, insbesondere die Fähigkeit der Muskeln, Sauerstoff aufzunehmen und zu verwerten“, sagt Dr. Coll Barroso. Mindestens 100 Patienten werden in der Studie untersucht: 25 Patienten ohne Herzschwäche, 25 beschwerdefreie Patienten mit Zeichen der gestörten diastolischen Herzfunktion, 25 symptomatische Patienten mit diastolischer und 25 symptomatische Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz. „Am Ende der Studie sollen die unterschiedlichen begrenzenden Faktoren bei beiden Formen der Herzschwäche aufgeklärt sein, sodass wir möglichst auch Empfehlungen für ein besseres diagnostisches und therapeutisches Vorgehen werden geben können“, so Dr. Coll Barroso.

Informationen:
Deutsche Herzstiftung /
Deutsche Stiftung für Herzforschung
Pressestelle:
Michael Wichert /Pierre König
Tel. 069/955128-114/-140
Fax: 069/955128-345
E-Mail: wichert@herzstiftung.de/

Pierre König | idw
Weitere Informationen:
http://www.dshf.de
http://www.herzstiftung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Mikrobiologen entwickeln Methode zur beschleunigten Bestimmung von Antibiotikaresistenzen
13.02.2018 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

nachricht Überschreiben oder Speichern? Die Gewissensfrage zur Vergesslichkeit
13.02.2018 | PhytoDoc Ltd.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer 3D Portrayal Service Standard veröffentlicht

20.02.2018 | Informationstechnologie

Die GFOS stellt auf der HMI aus: Mit gfos.MES in Richtung Industrie 4.0

20.02.2018 | HANNOVER MESSE

ZUKUNFT PERSONAL SÜD & NORD: Workforce Management - der Mensch im Mittelpunkt der zukünftigen Arbeitswelt

20.02.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics