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Krebs in Deutschland - Häufigkeiten und Trends

16.05.2002


Neue Broschüre gibt wichtige Informationen zu Krebskrankheiten

Die aktuelle Ausgabe der Broschüre "Krebs in Deutschland - Häufigkeiten und Trends" ist soeben erschienen. In der jetzt vorliegenden aktualisierten und erweiterten Fassung sind vielfältige Informationen über die Häufigkeit der jährlichen Neuerkrankungen in Deutschland, zu Überlebensraten, zum Verlust an Lebenserwartung durch die Krebskrankheit, zum mittleren Erkrankungsalter sowie die Überlebens- und Sterberaten bei Krebserkrankungen enthalten. Die Broschüre nennt darüber hinaus die wichtigsten Risikofaktoren und bewertet in einem Vergleich mit anderen europäischen Ländern die Neuerkrankungsraten in Deutschland.

Neben den Daten des Krebsregisters Saarland, das für lange Zeit die einzige Datenquelle zur Ermittlung der aktuellen Krebshäufigkeit in Deutschland war, können inzwischen für einige Krebskrankheiten auch die Daten aus anderen Registern dazu beitragen, das Bild der Krebshäufigkeit in Deutschland zu vervollständigen. Die dazu erforderliche Vollzähligkeit in den Erkrankungsmeldungen haben die Register in Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, im Regierungsbezirk Münster, in Rheinland-Pfalz, in Sachsen, in Schleswig-Holstein und in Thüringen für einige Krebskrankheiten schon erreicht. Aus den Daten des Deutschen Kinderkrebsregisters werden in einem gesonderten Abschnitt wichtige Informationen zu Krebs im Kindesalter gegeben.

Zu den wichtigsten in der Broschüre dargestellten Ergebnissen gehören:

Die häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland sind bei Männern erstmals Prostatakrebs mit etwa 19 % aller Neuerkrankungen der Männer gefolgt von Lungenkrebs (17 %); bei Frauen Brustkrebs mit etwa 26 % aller Neuerkrankungen der Frauen gefolgt von Darmkrebs (17 %).
Die Neuerkrankungsraten (Neuerkrankungen je 100 000 Einwohner) für alle Krebskrankheiten zusammengefasst bleiben bei Frauen etwa unverändert, bei Männern sind sie seit Mitte der 80er-Jahre leicht rückläufig.
Die Neuerkrankungsraten für Magenkrebs nehmen weiter stetig ab.
Seit Mitte der 80er-Jahre steigen die Neuerkrankungsraten an Darmkrebs nicht mehr an.
Während für Männer die Neuerkrankungsraten an Lungenkrebs weiter abnehmen, steigen sie für Frauen steil an.
Die Neuerkrankungsraten für das maligne Melanom der Haut bleiben bei Männern nach einer Zunahme bis Ende der 80er-Jahre nahezu unverändert, während sie für Frauen seit Mitte der 90er-Jahre eher abnehmen.
Im Vergleich mit den Erkrankungsraten anderer EU-Länder liegt die Neuerkrankungsrate an Brustkrebs in Deutschland im unteren Drittel.

Die Broschüre enthält wichtige epidemiologische Basisdaten zu allen häufigen Krebskrankheiten. Informationen über Diagnostik, Therapie usw. ihrer individuellen Krebskrankheit können Krebspatienten z.B. beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ (Telefon: 06221/410121) oder durch Informationsschriften der Deutschen Krebshilfe erhalten.

Die von der Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsbezogene Krebsregister in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut herausgegebene Broschüre kann auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts  eingesehen werden. Sie kann in Einzelexemplaren auch kostenlos bei den Krebsregistern der Länder oder dem Bundesministerium für Gesundheit angefordert werden.

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Herausgeber:
Robert Koch-Institut
Pressestelle
Nordufer 20, 13353 Berlin

Tel.: +49 (0)1888/754-2286
Fax: +49 (0)1888/754-2265
E-Mail: presse@rki.de

Heidrun Wothe | idw
Weitere Informationen:
http://www.rki.de/KREBS
http://www.rki.de

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