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Zusammenhang zwischen Magersucht und Gehirnstruktur nachgewiesen

10.12.2007
PD Dr. Mark Mühlau, Neurologe am Klinikum rechts der Isar der TU München, konnte gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern in einer im aktuellen American Journal of Psychiatry veröffentlichten Studie zeigen, dass bei an Magersucht (Anorexia nervosa) erkrankten Patienten Veränderungen in der Gehirnstruktur vorliegen.

In ihrer Untersuchung stellen die Forscher bei Patienten, die an Magersucht erkrankt sind, gegenüber gesunden Menschen einen Unterschied im Bereich des Frontallappens fest: Das sogenannte "vordere Cingulum" weist eine signifikant geringere Dichte auf.

Dieser Unterschied besteht auch bei Patienten, die nach einer schweren Magersucht wieder normalgewichtig sind und korreliert mit dem Schweregrad der Essstörung.

Wie Mühlau erläutert, gibt es Hinweise darauf, dass die geringere Dichte keine Folge der Anorexie ist, sondern bereits vorher vorliegt und somit für die Erkrankung verantwortlich sein könnte. Der Neurologe erklärt: "Die Region des vorderen Cingulums spielt auch bei anderen Störungen eine Rolle - unter anderem bei Entscheidungen im Spannungsfeld zwischen Emotion und Kognition.

Hier könnte auch eine Verbindung zur Anorexie bestehen. Denn die Patienten wissen ja, dass sie zu dünn sind, verhalten sich aber dennoch nicht rational."

Kontakt:
Klinikum rechts der Isar der TU München
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tanja Schmidhofer
Tel.: 089/4140 2046
Fax: 089/4140 7709
E-mail: schmidhofer@lrz.tum.de

Tanja Schmidhofer | idw
Weitere Informationen:
http://www.med.tu-muenchen.de

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