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Dermatologie: Wie Hautkrebs sich der Immunkontrolle entzieht

30.11.2007
Nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom, spinozelluläres Karzinom) ist die häufigste Tumorerkrankung hellhäutiger Personen. Forschungsergebnisse der letzten Jahre unterstreichen die schützende Funktion des Immunsystems gegen die Entstehung und das Wachstum dieser Krebsform. Wissenschaftler der Heinrich-Heine-Universität unter Leitung von Prof. Dr. Bernhard Homey haben einen neuen Mechanismus beschrieben, wie der Tumor dem Immunsystem "entkommt" ("Tumor-Immune-Escape").

Ihre Forschungsergebnisse wurden in dieser Woche in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA online publiziert.

Das Forscherteam konnte zeigen, dass ein bestimmter Botenstoff, genannt CCL27, in bösartig veränderten Hautzellen herunter reguliert oder abgeschaltet wird. In Vorarbeiten hatten die Wissenschaftler die Rolle dieses Botenstoffes für die Rekrutierung bestimmter Immunzellen (T-Lymphoyzten) in die Haut und für die Ausbildung von Allergien und Autoimmunkrankheiten bereits nachgewiesen.

In der aktuellen Publikation beschreiben die Autoren des Beitrags, dass die Neutralisation dieses wichtigen Botenstoffes zu einer eingeschränkten Immunkontrolle und somit zu verstärktem Tumorwachstum führt. Diese Forschungsergebnisse verdeutlichen erstmals, dass der fortschreitende Verlust des Botenstoffs CCL27 eine bedeutende Rolle in der Hautkrebsentstehung spielt.

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»Botenstoff »Hautkrebs »Immunsystem

Diese Erkenntnis, so Prof. Dr. Bernhard Homey von der Universitäts-Hautklinik in Düsseldorf, eröffnet neue Ansätze für die Entwicklung von Tumorimmuntherapien, die die Tumorabwehr durch das Immunsystems aktivieren sollen. Die Publikation: Tumor immune escape by the loss of homeostatic chemokine expression. (Proc. Natl. Acad. Sci. USA)

Weitere Information:
Prof. Dr. Bernhard Homey , Hautklinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, Tel: + 49 (0) 211 / 81-17601, Fax: + 49 (0) 211 / 81- 17316, E-mail: Bernhard.Homey@uni-duesseldorf.de

Susanne Dopheide | idw
Weitere Informationen:
http://www.pnas.org/cgi/content/abstract/0705673104v1
http://www.uniklinik-duesseldorf.de/hautklinik

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