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Bluthochdruck bei Älteren - auch der obere Wert ist wichtig

03.05.2002


Die Behandlung eines zu hohen Blutdrucks sollte frühzeitig begonnen werden, um Schäden an Herz und Gefäßen zu verhindern.



Prof. Dr. Kim Sutton-Tyrrell von der University of Pittsburgh, erläuterte neueste Forschungsresultate zur Prävention von Herzerkrankungen jetzt auf der Jahrestagung der American Heart Association.



In der umfassenden Studie, die sich vor allem mit dem systolischen (also dem oberen) Wert des Blutdrucks beschäftigte, untersuchten Sutton-Tyrrell und Kollegen den Einfluss einer medikamentösen Senkung des Blutdrucks auf das Risiko schwerer Herzerkrankungen. Dabei zeigte sich, dass etwa 30 Prozent aller Menschen im Alter von 80 Jahren oder mehr einen zu hohen systolischen Blutdruck und einen normalen diastolischen (unteren) Blutdruckwert aufwiesen. Diese Form des Bluthochdrucks ist auf die Verkalkung und Verhärtung der Arterien zurückzuführen.

Bei den Patienten, die während der viereinhalbjährigen Studie regelmäßig blutdrucksenkende Medikamente einnahmen, war das Risiko für eine Herz-Kreislauferkrankung mit etwa 29 Prozent ungefähr so hoch wie bei Menschen, die zu Beginn der Untersuchung einen normalen Blutdruck hatten (die Kontrollgruppe). Unter denjenigen mit systolischem Hochdruck, die nur eine Placebopräparat eingenommen hatten, betrug die Rate dagegen 68 Prozent. Selbst wenn die Patienten ihr Blutdruckmedikament nach der Studie nicht mehr weitergenommen hatten, so profitierten sie auch zwölf Jahre später noch davon.

„Allzu oft konzentrieren sich behandelnde Ärzte auf den diastolischen Blutdruck und die alleinige systolische Blutdruckerhöhung wird vor allem bei älteren Patienten nicht behandelt“, sagte Sutton-Tyrrell. Diese Studie zeige, dass selbst für Personen fortgeschrittenen Alters die Behandlung eines systolischen Bluthochdrucks wichtig sei, um schwere kardiovaskuläre Komplikationen vermeiden zu können.



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