Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Münchener Autoimmunitätsforschung im Aufwind

23.11.2007
Der Münchener Sonderforschungsbereich SFB 571 mit dem Thema „Autoimmunerkrankungen: Von den Manifestationen über die Mechanismen zur Therapie“, ist erfolgreich für weitere vier Jahre verlängert worden.

Die Autoimmunitätsforschung ist von zunehmender Wichtigkeit, da schätzungsweise 8% der Bevölkerung von einer Autoimmunerkrankung betroffen sind. Der Sonderforschungsbereich 571 ist eine Initiative aus dem Klinikum der Universität München (LMU) und hat seine klinischen Schwerpunkte bei Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose, Uveitis, Psoriasis und Rheuma und setzt sich zusammen aus Forschergruppen von beiden Münchener Exzellenzuniversitäten, den Max-Planck-Instituten für Neurobiologie und Biochemie in Martinsried und dem GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit.

Der SFB wird organisiert von einem Team von Wissenschaftlern (Vorstand) aus verschiedenen Institutionen der LMU (Sprecher: Prof. Dr. Reinhard Hohlfeld, Inst. für klinische Neuroimmunologie; stellv. Sprecherin: Prof. Dr. Gerhild Wildner, Augenklinik; weitere Vorstandsmitglieder: Prof. Dr. Edgar Meinl, Inst. für klinische Neuroimmunologie; Prof. Dr. Jörg Prinz, Klinik für Dermatologie; Prof. Dr. Thomas Brocker, Institut für Immunologie).

Neuer Therapieansatz wird demnächst klinisch getestet

Die Stärke dieses Sonderforschungsbereichs liegt in der Kombination von kliniknahen Projekten aus Human- und Veterinärmedizin mit Arbeitsgruppen aus dem Bereich der Grundlagenforschung, die auch mit der Hilfe von Tiermodellen Erkenntnisse zu Mechanismen der Immunregulation beitragen. Für die zukünftige Therapie von Autoimmunerkrankungen ist ein präzises Verständnis der zugrunde liegenden Immunreaktionen notwendig: statt der zurzeit noch üblichen generellen Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppression) wird ein gezielter regulatorischer Eingriff in die jeweilige autoaggressive Immunantwort angestrebt, ohne die lebenswichtige Immunabwehr zu beeinträchtigen. Ein solcher Therapieansatz wurde bereits in einer früheren Förderperiode erarbeitet und steht jetzt unmittelbar vor der klinischen Erprobung.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. rer. nat. Gerhild Wildner
Leiterin der AG Immunbiologie
Klinikum der Universität München - Campus Innenstadt
Augenklinik Mathildenstr. 8
D-80336 München
Tel: +49-89-5160 - 3888
Fax: +49-89-5160 - 3045
E-mail: Gerhild.Wildner@med.uni-muenchen.de
Prof. Dr. med. Reinhard Hohlfeld
Institute for Clinical Neuroimmunology
Klinikum der Universität München, Campus Großhadern
Marchioninistr. 15
D - 81377 München
Tel: +49 - 89 - 7095 -4781
Fax: +49 - 89 - 7095 -4782
E-mail: reinhard.hohlfeld@med.uni-muenchen.de

Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München (LMU) werden an den Standorten Großhadern und Innenstadt jährlich rund 81.000 Patienten stationär, 12.000 teilstationär und 370.000 Patienten ambulant behandelt. Die 44 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über mehr als 2.300 Betten. Von insgesamt 9.000 Beschäftigten sind rund 1.800 Mediziner. Forschung und Lehre ermöglichen eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2006 mehr als 58 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben und ist seit Juni 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.

Philipp Kreßirer | Klinikum der Universität München
Weitere Informationen:
http://sfb571.web.med.uni-muenchen.de
http://www.klinikum.uni-muenchen.de

Weitere Berichte zu: Autoimmunerkrankung Neuroimmunologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sicher und gesund arbeiten mit Datenbrillen
13.01.2017 | Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

nachricht Vorhersage entlastet das Gehirn
13.01.2017 | Philipps-Universität Marburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie

Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa

16.01.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz