Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Körperliche Aktivität - für das Herz unverzichtbar

02.11.2007
Bewegung hilft Herzleiden vorzubeugen und zu behandeln

Während unser Alltagsleben durch Hektik und Stress immer mehr in Fahrt kommt, bleibt die körperliche Fitness zunehmend auf der Strecke: Sitzen auf dem Weg zur Arbeit, Sitzen im Büro, in der Mittagspause, auf dem Nachhauseweg und dann noch ein paar Stunden Sitzen vor dem Fernseher. Körperliche Inaktivität ist typisch für viele Millionen von Menschen in Deutschland und einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wer hingegen durch regelmäßige Bewegung für Ausgleich sorgt, fördert nicht nur seine allgemeine Fitness, sondern beugt gezielt kranken Herzgefäßen und damit dem Herzinfarkt vor, wie die Deutsche Herzstiftung betont.

Körperliche Ausdaueraktivität - zum Beispiel Joggen, Radfahren, Schwimmen oder zügiges Spazierengehen - schützt das Herz und die Blutgefäße auf vielerlei Weise. Sie senkt Blutfette, Blutzucker und Blutdruck, erweitert die Gefäße, steigert die Leistungsreserven des Herzens, bremst den Appetit und hilft, überzählige Pfunde wieder loszuwerden. Optimal sind aus medizinischer Sicht vier bis fünf Trainingseinheiten pro Woche von jeweils 30 bis 45 Minuten. Lässt sich Ausdauersport in diesem Umfang nur schwer mit dem Alltag vereinbaren, sollte man sich zumindest zwei- bis dreimal pro Woche ausgiebig bewegen und möglichst oft zu Fuß gehen statt Auto oder Rolltreppe zu benutzen. Wer sich regelmäßig bewegt, ist damit wesentlich besser vor der koronaren Herzkrankheit geschützt, aus der heraus sich der Herzinfarkt entwickeln kann.

Doch auch für Menschen, die wegen einer koronaren Herzkrankheit mit Medikamenten, Stents oder Bypass behandelt werden, ist körperliche Aktivität unverzichtbar. "Bewegung und Sport sind ein wichtiges zusätzliches Therapiekonzept zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit", sagt Prof. Dr. med. Gerhard Schuler, Herzzentrum Leipzig, der zum Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung gehört. Regelmäßige Bewegung, das haben wissenschaftliche Studien belegt, bremst das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit, wirkt sich günstig auf die körperliche Leistungsfähigkeit aus, verringert die Zahl der Krankenhausaufenthalte und verbessert die Lebenserwartung. Jüngste Forschungen zeigen, dass Ausdauertraining sogar Stammzellen aus dem Knochenmark mobilisiert, die in infarktgeschädigten Herzbereichen die Bildung neuer Blutgefäße anregen können.

... mehr zu:
»Blutgefäße »Herzkrankheit

Herzpatienten sollten ein Bewegungstraining jedoch nur beginnen, nachdem sie vorher ausführlich vom behandelnden Kardiologen untersucht wurden und dieser ihre individuelle Trainingsintensität festgelegt hat. Darauf weist die Deutsche Herzstiftung hin.

Mehr Informationen zum Thema Bewegung und Sport bei koronarer Herzkrankheit enthält die aktuell zur Herzwoche 2007 von der Deutschen Herzstiftung herausgegebene Broschüre "Medikamente, Stents, Bypass - Therapie der koronaren Herzkrankheit". Sie ist gegen Einsendung von drei Euro in Briefmarken erhältlich bei: Deutsche Herzstiftung e.V., Vogtstraße 50, 60322 Frankfurt am Main.

18/2007
Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V.
Pressestelle
Dr. Klaus Fleck / Pierre König
Tel. 069/95 51 28-119
Fax: 069/95 51 28-313
fleck@herzstiftung.de

Pierre König | idw
Weitere Informationen:
http://www.herzstiftung.de

Weitere Berichte zu: Blutgefäße Herzkrankheit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz: Nierenschädigungen therapieren, bevor Symptome auftreten
20.09.2017 | Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

nachricht Neuer Ansatz zur Therapie der diabetischen Nephropathie
19.09.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie