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Kohlenmonoxid macht Transplantationen sicherer

22.10.2007
Geringe Mengen des Gases wirken entzündungshemmend

Wissenschaftler der University of Sheffield haben eigenen Angaben zufolge ein sicheres Verfahren entwickelt, um an sich giftiges Kohlenmonoxid (CO) für Organtransplantationen einzusetzen. Zu große Mengen des Gases sind tödlich. Kleine Mengen weiten jedoch die Blutgefäße und verringern Entzündungen. Damit könnte die Lebensdauer von Spenderorganen erhöht werden. Das Verfahren basiert auf der gezielten Freisetzung einer geringen Menge CO mit der Hilfe von Trägermolekülen. Erste Tests im Labor waren vielversprechend. Die Forscher hoffen, 2010 die ersten Tests an Patienten durchführen zu können.

Das Team um Brian Mann vom Northwick Park Institute for Medical Research (NPIMR) geht laut BBC davon aus, dass seine Arbeit auch Auswirkungen auf andere Gebiete hat. Dazu gehört die Behandlung von Entzündungskrankheiten wie Gelenkrheumatismus oder hohem Blutdruck in den Lungen. Ein normales Inhalieren von CO birgt das Risiko in sich, dass Patienten oder medizinisches Personal mit zu großen Mengen des Gases in Berührung kommen. Laut Mann sollte dieses Risiko beim neuen Verfahren nicht mehr bestehen. Es beruht auf wasserlöslichen Molekülen, so genannten CO freisetzenden Molekülen (CO-RMs), die beim Schlucken oder Injizieren eine genau berechnete Menge des Gases innerhalb des Körpers freisetzen.

Brian Mann argumentiert, dass die Moleküle wasserlöslich sind und daher leicht in eine einfach zu verabreichende flüssige Form gebracht werden können. "Sie können gezielt injiziert werden und stellen keine Gefahr mehr da. Es ist einfach, die Menge des verabreichten Gases zu kontrollieren. Eines Tages wird es möglich sein, das Design der Moleküle dahingehend zu verändern, dass sie ohne Auswirkungen auf den restlichen Körper in einem bestimmten Bereich eingesetzt werden können." Bei Transplantationen könnte das gespendete Organ behandelt und so das Risiko einer Schädigung oder einer Abstoßung verringert werden. CO schütze vor allem sehr gut gegen Schäden durch Reperfusion. Dabei handelt es sich um eine Schädigung des Gewebes, die eintreten kann, wenn die Blutversorgung wieder in Gang gebracht wird.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.shef.ac.uk

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