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Die komplette Behandlungskette

01.10.2007
Im neuen Labor "medilab" an der TU Berlin werden Schwachstellen im Gesundheitswesen aufgedeckt

Hinweis für die Redaktionen: Unter www.pressestelle.tu-berlin.de/newsportal steht Ihnen ab sofort auch ein Audiobeitrag zu diesem Thema zur Verfügung.

Massenkarambolage auf der Autobahn - ein Horrorszenario für jeden Beteiligten und ein Fall für die medizinische Notfallrettung. Allein in Deutschland werden jährlich mehr als 330 000 Personen im Straßenverkehr verletzt - von kleineren Blessuren bis hin zu lebensbedrohlichen Mehrfachverletzungen. Nur eine möglichst lückenlos funktionierende Behandlungskette kann jetzt noch sicherstellen, dass sich die späteren körperlichen Beeinträchtigungen der Unfallopfer auf ein Minimum beschränken.

Wie kann aber das lückenlose Funktionieren dieser Behandlungskette sichergestellt werden? Wie lässt sich ein reibungsloser Informationstransfer von der Unfallstelle, über die Notfallrettung, OP und Intensivstation bis in den Homecare-Bereich organisieren? Wer braucht wann welche Informationen? Wie müssen medizinische und pflegerische Arbeitsplätze aufgebaut sein, um die Patientenbehandlung nicht nur sicher, sondern auch kostengünstig zu gestalten? Wie können wir aus unseren Fehlern lernen? Welche Qualitäts- und Effizienzpotentiale stecken in unserem Gesundheitswesen?

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Mit diesen Fragen beschäftigt sich das TU-Fachgebiet Arbeitswissenschaft & Produktergonomie von Prof. Dr. Wolfgang Friesdorf an der Technischen Universität Berlin bereits seit rund zehn Jahren. Um diesen Forschungsansatz zu erweitern wurde die Halle V auf dem TU-Südcampus in Berlin-Charlottenburg zusammen mit 30 Partnern aus Wissenschaft, klinischer Routine und Industrie zu einem einzigartigen "medizinergonomischen Innovationslabor" ausgebaut - dem "medilab" der TU Berlin.

Lösungen zusammen mit Medizinpersonal und Patientengruppen entwickelt
Erstmalig lässt sich dort auch die komplette medizinische Notfallbehandlungskette simulieren: von der Unfallstelle, über Notfallrettung, OP und Intensivstation bis hinein in den Homecare-Bereich. Schwachstellen werden dort nicht nur für einzelne Arbeitsplätze identifiziert, sondern entlang der gesamten Versorgungskette aufgedeckt, um gemeinsam mit medizinischen Anwendern, technischen Entwicklern und betroffenen Patientengruppen entsprechend nachhaltige Lösungskonzepte zu entwickeln.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Wolfgang Friesdorf, TU Berlin, Fachgebiet Arbeitswissenschaft & Produktergonomie, Tel.: 030 / 314-79506, E-Mail: wfr@awb.tu-berlin.de, Internet: www.awb.tu-berlin.de

Hinweis: Dieser Beitrag ist das "Thema der Woche - EIN-Blicke für Journalisten" auf dem TUB-newsportal. Sie finden dort neben dem Beitrag eine Fotogalerie, einen Expertendienst sowie weiterführende Links:

www.pressestelle.tu-berlin.de/newsportal

Dr. Kristina R. Zerges | idw
Weitere Informationen:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/newsportal
http://www.tu-berlin.de/medieninformationen/
http://www.awb.tu-berlin.de

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