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Venenerkrankungen in der deutschen Bevölkerung

14.11.2000


Uni-Mediziner befragen 3.000 Bürger in Bonn und Umgebung

2.000 Bonner und 1.000 Bewohner der ländlichen Umgebung der Bundesstadt

bekommen in diesen Tagen Post von Medizinern der Bonner Universitätskliniken. Grund ist eine groß angelegte Erhebung zur Verbreitung von Venenkrankheiten wie Krampfadern, Thrombosen und Entzündungen der Beinvenen in der Bevölkerung. Die praktische Durchführung der Studie liegt in den Händen von Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Eberhard Rabe und Dr. Felizitas Pannier-Fischer von der Dermatologischen Klinik der Universität Bonn. Rabe ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie, der Vereinigung der deutschen Venenheilkundler.

Obwohl Venenkrankheiten zu den häufigsten Erkrankungen der Deutschen gehören, gibt es heute keine gesicherten Erkenntnisse über ihre Verbreitung, denn die letzte einschlägigen Erhebung liegt über 20 Jahre zurück. Mit der Studie wollen die Ärzte unter anderem klären, wie häufig chronische Venenkrankheiten in der Bevölkerung in der Stadt und auf dem Land sind und welche Risikofaktoren im Vordergrund stehen.

Die Empfänger der Einladungsschreiben wurden per Los von den zuständigen Einwohnermeldeämtern bestimmt. Im Rahmen der Querschnittsstudie werden Bürger im Alter zwischen 18 und 79 Jahren gebeten, einen Fragebogen auszufüllen und an einer ärztlichen Untersuchung teilzunehmen; insgesamt 30 Minuten Zeit müssen die Befragten mitbringen.

Bei der Auswertung der Studie arbeiten die Bonner Mediziner mit der Universität-Gesamthochschule Essen zusammen. Bis Herbst nächsten Jahres soll die Erhebung abgeschlossen sein. Das abschließende Ergebnis wird im Frühjahr 2002 vorliegen.


Ansprechpartner: PD Dr. Eberhard Rabe und Dr. Felizitas Pannier-Fischer, Dermatologische Klinik der Universität Bonn, Telefon: 0228/287-6232 und -6630, Telefax: 0228/287-4333, E-Mail: eberhard.rabe@meb.uni-bonn.de bzw. felizitas.pannier-fischer@meb.uni-bonn.de

Dr. Andreas Archut | idw

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