Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Patientenimport - Serviceexport: Internationale Gesundheitsdienstleistungen

08.08.2007
Institut Arbeit und Technik der Fachhochschule Gelsenkirchen koordiniert Verbundprojekt zum "Health Care Export"

Um seine Führungsposition im globalen Wettbewerb zu halten muss sich der deutsche Gesundheitssektor verstärkt auch international ausrichten. Mit 4,3 Millionen Beschäftigten und einem Umsatz von 234 Milliarden Euro sind Medizin und Gesundheit bereits der zukunftsträchtigste Sektor der stark exportorientierten deutschen Wirtschaft.

"Die Internationalisierung der Medizintechnik und Gesundheitsdienstleistungen ist eine fundamentale Voraussetzung, um international die Führungsposition für das Siegel "Made in Germany" zu bewahren", so der Gesundheitsökonom Stephan von Bandemer vom Institut Arbeit und Technik (IAT) der Fachhochschule Gelsenkirchen.

Im Vergleich zu den globalen Potenzialen spielt die Nachfrageentwicklung in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle. So werden für das Jahr 2025 weltweit 194 Millionen Diabetes-Erkrankungen prognostiziert, lediglich 2 Prozent davon entfallen auf Deutschland. Besonders die bevölkerungsstarken Länder wie China und Indien werden mit diesen Krankheiten zu kämpfen haben. Derzeit werden etwa 54.000 ausländische Gastpatienten im Jahr in Deutschland stationär behandelt, die meisten von ihnen aus den europäischen Nachbarländern, zunehmend aber auch aus Russland und den arabischen Ländern. Insgesamt entscheiden sich bisher aber nur etwa 12 000 ausländische Patienten bewusst für eine medizinische Behandlung in Deutschland, insbesondere bei den onkologischen, orthopädischen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Das zeigt, dass die Internationalisierungsstrategien bei den Gesundheitsdienstleistern derzeit noch in den Anfängen stecken. Im Rahmen des Verbundprojektes "Health Care Export" sollen die Rahmenbedingungen zur Internationalisierung von Gesundheitsdienstleistungen aufgearbeitet und Strategien und Instrumente zur Umsetzung entwickelt werden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und vom Institut Arbeit und Technik (IAT) der Fachhochschule Gelsenkirchen in Kooperation mit dem Sozial- und Seniorenwirtschaftszentrum (SWZ/Gelsenkirchen) und dem Verlag European Hospital durchgeführt.

Das Projekt soll Systemangebote entlang den Krankheitsbildern in der Wertschöpfungskette der Gesundheitswirtschaft entwickeln. Zum Beispiel schließen sich alle Akteure, die mit der Diagnose "Diabetes" verknüpft sind - Krankenhäuser, Reha- und Pflegeeinrichtungen sowie Pharma- und Medizintechnik-Unternehmen - zu Netzwerken zusammen, die sich an spezifischen Zielregionen und Krankheitsbildern orientieren.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:
Stephan von Bandemer, Forschungsschwerpunkt Gesundheit und Lebensqualität am Institut Arbeit und Technik der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (0209) 1707-115 oder (0209) 1671-363, E-Mail bandemer@iat.eu http://mailto:bandemer@iat.eu

Anja Sophia Middendorf, Sozial- und Seniorenwirtschaftszentrum (SWZ/Gelsenkirchen), Telefon (0209) 167-1366, E-Mail: middendorf@swz-net.de

Claudia Braczko

Institut Arbeit und Technik
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
http://www.iat.eu
Öffentlichkeitsarbeit/Pressestelle der Fachhochschule Gelsenkirchen
Telefon: (0209) 9596-458, (0209) 1707-176
E-Mail: braczko@iat.eu, claudia.braczko@fh-gelsenkirchen.de

Claudia Braczko | idw
Weitere Informationen:
http://www.iat.eu
http://www.fh-gelsenkirchen.de

Weitere Berichte zu: Gesundheit Gesundheitsdienstleistungen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz gegen Gastritis
10.08.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Wenn Schimmelpilze das Auge zerstören
10.08.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie