Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"EP Cockpit": Neue Perspektiven in der Behandlung von Herzrhythmus-Störungen

28.06.2007
Herzzentrum Berlin ist weltweit Nummer Eins

Als weltweit erstes Herzzentrum hat heute das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) das neue Elektrophysiologie-Labor "EP Cockpit" eingeweiht. "'EP Cockpit' von Philips Medizin Systeme eröffnet völlig neue Wege in der Behandlung von Herzrhythmus-Störungen", erklärt Prof. Dr. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor des DHZB, vor Repräsentanten der Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. "Damit sind wir international die Nummer Eins."

Das innovative Elektrophysiologie-Labor "EP-Cockpit" ermöglicht erstmalig die kombinierte Darstellung einer Durchleuchtung des Herzens und einer mehrdimensionalen Schichtaufnahme des Herzens (Computer-Tomografie). "Damit bietet "EP Cockpit" bei Herzrhythmus-Störungen unter direkter Darstellung der relevanten Herzstrukturen die Möglichkeit der Anwendung von elektrischem Strom ("Ablation") über spezielle Herzkatheter, wobei Bereiche des Herzmuskels verödet werden", erläutert Prof. Dr. Eckart Fleck, Direktor der Klinik für Innere Medizin/Kardiologie. "Damit kann die Behandlungs-Effektivität gesteigert und können Komplikationen reduziert werden - zum Nutzen der Patientinnen und Patienten."

Herzrhythmus-Störungen reichen von gelegentlich auftretenden Unregelmäßigkeiten bis hin zu lebensgefährlichen Formen, die ohne sofortige Behandlung den plötzlichen Herztod herbeiführen können. Häufigste Form ist das Vorhofflimmern: Ein Drittel aller Schlaganfälle sind darauf zurückzuführen. In Deutschland sind Schätzungen zufolge mehr als eine Million Menschen von Vorhofflimmern betroffen, mit steigender Tendenz. Im Jahr 2006 hat diese Krankheit eine Kostenbelastung von etwa 680 Millionen Euro verursacht.

Zuletzt hat sich die Verödung der Entstehungsorte für Herzrhythmus-Störungen als therapeutische Maßnahme etabliert. Ziel der Verödung ist eine elektrische Trennung von der regulären Erregungsausbreitung im Herzen. Es handelt sich um ein technisch sehr anspruchvolles und zeitintensives Verfahren, welches eine genaue Vorstellung der anatomischen Gegebenheiten seitens des Untersuchers voraussetzt. "Eine wesentliche Einschränkung dieses Verfahrens war jedoch in der Vergangenheit, dass die Ablation ohne direkte Darstellung der verschiedenen Strukturen des Herzens erfolgen musste", berichtet Prof. Fleck. "Die Fusionsbildgebung des "EP-Cockpit" ermöglicht jetzt neue Wege in der Therapie Herzrhythmusstörungen: Die Überlagerung ("Overlay") zum Beispiel eines aus der Computertomographie rekonstruierten linken Vorhofs mit dem Durchleuchtungsbild während des Eingriffes zeigt die Position aller Katheter im linken Vorhof in Bezug auf die anatomischen Strukturen in Echtzeit."

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Eckart Fleck
Deutsches Herzzentrum Berlin (DHZB)
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Tel.: 030 / 45932 - 400

Christiane Limberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgk.org

Weitere Berichte zu: DHZB Herzrhythmus-Störung Herzzentrum Vorhofflimmern

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie