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Wie hoch ist das Krebsrisko für Flugpersonal?

18.09.2000


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Flugpersonal könnte einer höheren Strahlenbelastung ausgesetzt sein, als bislang vermutet, und das Risiko an Krebs zu erkranken, wird möglicherweise unterschätzt. Zu diesem Schluss gelangt Somsak Dangtip in
seiner Doktorarbeit an der Universität Uppsala in Schweden. Seine Ergebnisse basieren auf neuen experimentellen Befunden, die im Svedberg Laboratorium der Universität Uppsala gewonnen wurden.

Wohlbekannt ist, dass Flugzeugbesatzungen aufgrund der kosmischen Strahlung einer höheren radioaktiven Strahlenbelastung ausgesetzt sind als das Personal einer Röntgenarztpraxis. Kürzlich ist es ebenfalls berichtet worden, dass das Personal an Bord eines Flugzeuges einem erhöhten Risiko an bestimmten Krebstypen zu erkranken, ausgesetzt ist. Es ist jedoch schwierig, genau zu wissen, wie groß dieses Problem tatsächlich ist und wie schädlich die kosmische Hintergrundstrahlung tatsächlich ist. In seiner Doktorarbeit zeigt Somsak Dangtip von der Neutronenforschungsgruppe am Svedberg Laboratorium, dass diese Effekte möglicherweise ein größeres Problem darstellen, als bislang vermutet wurde. Die Experimente zeigen, dass die Kernreaktionen, welche schließlich die Bildung von Tumoren verursachen, möglicherweise unterschätzt wurden.

Für diese Experimente wurde eine neue Anlage gebaut, welche es erlaubt, nukleare Kernquerschnitte zu messen. Die Anlage dient mehreren Forschungszielsetzungen, zum Beispiel dem Studium der Methoden für Krebsbehandlung, für Studien zur Beseitigung radioaktiven Abfalls und von Atomwaffen, und auch, um elektronische Geräte gegenüber Strahlung weniger empfindlich zu machen.

Das Risiko, an Krebs zu erkranken, wächst mit der Strahlungsdosis. In großen Flughöhen sind Neutronen die dominierende Quelle der Strahlung. Die Energie der Neutronen variiert von sehr niedrigen bis zu sehr hohen Energien. Die Strahlungsdosis kann entweder durch direkte Messungen oder durch theoretische Berechnungen ermittelt werden. In dem Bereich niedriger Energien stimmen beiden Methoden, die berechneten Werte und die experimentell gefundenen, gut überein. In dem Bereich hoher Energien konnten früher keine direkten Messungen an Neutronen durchgeführt werden, und so war man gezwungen, allein sich auf Berechnungen zu stützen. Somsak Dangtip hat nun erstmals in diesem Energiebereich Messungen durchgeführt, und seine Ergebnisse liegen deutlich oberhalb der berechneten Abschätzungen für die Neutronenstrahlung. Der Titel seiner Doktorarbeit ist "Experimental Studies of Neutron-Induced Reactions in Light Nuclei". Die öffentliche Verteidigung der Doktorarbeit ist am 22. September. Der Fakultätsopponent ist Professor Jean-Pierre Meulders von der Katholischen Universität Louvain in Belgien.

Somsak Dangtip ist per eMail (in Englisch!) zu erreichen: somsak.dangtip@tsl.uu.se

Für Rückfragen (in Englisch!):
Universität Uppsala
Frau Tina Zetraeus
EMail: tina.zethraeus@uadm.uu.se
Mobile phone 070 425 01 11
Phone +46 18 471 18 35, fax 471 15 20
http:// www.uu.se

Tina Zethraeus |

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