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Kopfschmerzen sind die häufigste Schmerzform seit den 90er Jahren in Deutschland

28.09.2000


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»DMKG »Migräne
(Regensburg) In der Liste der "häufigsten Beschwerden" haben Kopfschmerzen in den 90er Jahren die "Müdigkeit" von Platz eins verdrängt. 67 Prozent der Bevölkerung klagen inzwischen über die Pein im Kopf. "Darum
ist es wichtig, dass Ärzte und Patienten genügend Wissen über Diagnose, Management und Therapie von Kopfschmerzen haben", betonen Experten der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG).
Aktuelle Patienten-Informationen zum Thema "Migräne" können darum auf der Homepage der DMKG heruntergeladen werden.

Schmerzen gehören zu den häufigsten körperlichen Beschwerden, die Menschen im Alltag plagen. Wissenschaftler von der Universität Leipzig haben im Fachblatt Der Schmerz unlängst die Ergebnisse einer repräsentativen Erhebung zur Häufigkeit von Schmerzen in Deutschland veröffentlicht. Dabei verglichen die Forscher eine ältere Umfrage aus dem Jahr 1975 in den alten Bundesländern mit neueren Umfragen aus dem Jahr 1994 in allen Bundesländern.

Fazit: Kopfschmerzen, 1975 noch auf Rang 3 der Beschwerden, führen inzwischen die Liste der zehn häufigsten Beschwerden in der Bevölkerung an. 1975 klagten 59 Prozent über Kopfschmerzen. (Mit 66,8 Prozent lag "Müdigkeit" auf Rang 1, gefolgt von Rückenschmerzen mit 60,7 Prozent.) Mittlerweile geben 67,3 Prozent der Bevölkerung an, dass sie Kopfschmerzen haben, jeder zehnte Betroffene berichtet, dass er unter "erheblichen" oder "starken" Schmerzen leidet. Während Rückenschmerzen mit 61,9 Prozent nahezu unverändert häufig sind, rückten die Nackenschmerzen von Platz 9 (42,3 Prozent im Jahr 1975) auf Platz 3 (57,2 Prozent im Jahr 1994) vor.
Ebenso fanden die Forscher heraus, dass die Menschen in den neuen Bundesländern deutlich häufiger unter Kopfschmerzen leiden: Betroffen sind dort 72,2 Prozent gegenüber 64,9 Prozent in den alten Ländern.

Ein weiteres Ergebnis: Frauen sind von Kopfschmerzen (72,4 Prozent) häufiger betroffen als Männer (60,7 Prozent). Ansonsten beeinflusst nur der Faktor "Berufstätigkeit" die Häufigkeit der Pein unter der Schädeldecke. Alter, Familienstand und Bildungsgrad spielen hingegen keine Rolle.
"Diese Ergebnisse zeigen eindrucksvoll", erklärt Professor Hans-Christoph Diener von der Neurologischen Universitätsklinik Essen, "wie häufig Kopfschmerzen sind. Sie belegen auch, wie wichtig es ist, dass angehende und berufstätige Ärzte genügend Wissen über Diagnose, Management und Therapie von Kopfschmerzen haben."

Doch auch eine bessere Information betroffener Patienten ist ein Anliegen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft. Die Homepage der DMKG www.dmkg.org
 bietet beispielsweise umfangreiche Informationen über Kopfschmerzen und Migräne. Darunter auch neue Informationen für Patienten zum Thema "Migräne", die auf den neuen Therapie-Empfehlungen der DMKG basieren. Das Dokument kann als pdf-file heruntergeladen werden.

Quellen:
Kopfschmerz-News 2/2000, Fach-Informationen für die Mitglieder der DMKG
Der Schmerz (1999, 13:375-384)

Diese Meldung ist mit Quellenangabe "Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft" frei.

Pressestelle:
Barbara Ritzert, ProScientia GmbH, Andechser Weg 17,
82343 Pöcking, Tel.: (08157) 93 97-0, Fax: (08157) 93 97-97
E-Mail: proscientia@t-online.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dipl. Biol. Barbara Ritzert | idw

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