Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MHH nimmt hochmoderne Intensivstation in Betrieb

18.03.2002


Ein Schwerpunkt der hochmodernen Intensivstation wird in der frühzeitigen Behandlung des akuten Lungenversagens liegen. Hierzu entwickelten die Anästhesiologen der MHH einen so genannten Kammerrespirator - eine moderne "Eiserne Lunge".


Einladung zur Eröffnung und Besichtigung mit Wissenschaftsminister Thomas Oppermann am 21. März 2002

Rund 7,5 Millionen Euro hat die Sanierung der anästhesiologischen Intensivstation der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gekostet, zwölf Monate dauerten die Umbauarbeiten, das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Ausstattung mit lebenserhaltenden Geräten - darunter eine Weiterentwicklung der "Eisernen Lunge" - gewährleistet eine optimale Behandlung der meist schwerst kranken Patienten. Gleichermaßen wichtig war den Planern, eine freundliche Atmosphäre zu schaffen. Besonderer Wert wurde auf die farbliche Gestaltung der Deckenflächen über den Betten gelegt - so wird das Sichtfeld der Patienten nicht nur von unentbehrlicher Medizintechnik bestimmt. Bei der Einrichtung der 14-Betten-Station hat das künftig hier tätige pflegerische und ärztliche Personal engagiert mitgewirkt; ihre Arbeitsbedingungen verbessern sich spürbar.

Zur Eröffnung und Besichtigung der neuen Intensivstation in Anwesenheit von Wissenschaftsminister Thomas Oppermann laden wir herzlich ein:

  • am Donnerstag, den 21. März 2002
  • um 11 Uhr
  • im Zentralklinikum der MHH (Bettenhaus, Fahrstuhl-Knoten C, 4. Stock).

Die anästhesiologische Intensivstation unter der Leitung von Professor Dr. Siegfried Piepenbrock ist eine interdisziplinäre Station. Betreut werden vor allem Patienten nach großen Operationen oder Polytraumen. Ein Schwerpunkt wird in der frühzeitigen Behandlung des akuten Lungenversagens liegen. Hierzu entwickelten die Anästhesiologen der MHH einen so genannten Kammerrespirator, in dem ein Unterdruck erzeugt wird. Dieser Negativdruck entspricht der natürlichen Spontanatmung; er ist im Vergleich zur herkömmlichen künstlichen Beatmung mit Überdruck und hohen Beatmungsdrücken sehr viel effektiver und schonender. Schädigende Nebenwirkungen auf Herz, Kreislauf und die Lunge selbst lassen sich deutlich reduzieren. Ganz neu ist das Verfahren nicht. Es basiert auf dem Prinzip der "Eisernen Lunge", die in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts während der Kinderlähmungs-Epidemien in Europa und den USA erfolgreich eingesetzt wurde.

Anlässlich der Eröffnung wird der Kammerrespirator demonstriert. Auf Wunsch stellen wir auch gern ein digitales Bild zur Verfügung. Weitere Informationen gibt Dr. Jörn Heine, leitender Oberarzt der Intensivstation, unter Telefon (0511) 532-3689, E-Mail: heine.joern@mh-hannover.de

Dr. Arnd Schweitzer | idw

Weitere Berichte zu: Kammerrespirator Lunge MHH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Tempo-Daten für das „Navi“ im Kopf
06.12.2016 | Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie