Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Körperkonzept der Deutschen im Stadt-Land-Vergleich

25.07.2000


... mehr zu:
»Sexualpädagogik
Professor Dr. Norbert Kluge von der Forschungsstelle für Sexualwissenschaft und Sexualpädagogik der Universität in Landau hat seine Untersuchung über das "Körperkonzept der Deutschen" unter dem Aspekt der
Wohnortgröße analysiert.Kluges Fazit lautet: "Die Unterschiede zwischen Großstädten und kleineren Gemeinden sind geringer ausgefallen als vielleicht von vielen erwartet".

Um fit und gesund zu bleiben bewegen sich Großstädter häufiger und treiben mehr Sport als die Bewohner ländlicher Regionen. Zu diesem Ergebnis ist Professor Dr. Norbert Kluge von der Forschungsstelle für Sexualwissenschaft und Sexualpädagogik der Universität in Landau gekommen, als er seine Untersuchung über das "Körperkonzept der Deutschen" unter dem Aspekt der Wohnortgröße analysierte. Die Wohnorte der Befragten wurden in insgesamt sieben Größenklassen unterteilt, von Gemeinden unter 2.000 Einwohner bis hin zu Großstädten mit mehr als einer halben Million Einwohner. Kluges Fazit lautet: "Die Unterschiede zwischen Großstädten und kleineren Gemeinden sind geringer ausgefallen als vielleicht von vielen erwartet".

Stark ausgeprägt ist unabhängig von der Größe des Heimatortes das "natürliche und gepflegte Aussehen" als angestrebtes persönliches Körperbild. Auch ein anspruchsvolles Schlankheitsideal nimmt quer durch alle sieben Größenklassen einen hohen Rang ein. Ebenso wird in Groß-, Mittel- oder Kleinstädten die Verantwortung gegenüber dem eigenen Körper und dem des Partners oder der Partnerin in gleicher Weise hoch eingeschätzt. Auch in der subjektiven Bewertung des Sexuallebens zeigen sich zwischen Stadt und Land keine besonderen Unterschiede.

Unterschiede konnten hingegen beim Gesundheits- und Körperbewusstsein festgestellt werden, das gerade in den kleineren Orten besonders ausgeprägt ist. Die Großstädter zeichnen sich dadurch aus, dass sie am ehesten bereit sind, den eigenen Körper zu kontrollieren und zu korrigieren. Auffällig ist ihre große Bereitschaft das Körpergewicht durch Medikamente oder Diäten zu reduzieren. Allerdings sind die Großstadtbewohner mit dem eigenen Körper der Figur oder Gesicht am wenigsten zufrieden. Die größte Zufriedenheit herrscht hier in den Mittelstädten.

Kontakt:
Prof. Dr. Norbert Kluge
Tel.: 06341/990162 (Uni), 06341/30662 (privat)

Bernd HegenA |

Weitere Berichte zu: Sexualpädagogik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs
13.12.2017 | Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg

nachricht Gefäßregeneration: Wie sich Wunden schließen
12.12.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften