Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kleinste Störungen - fatale Folgen

15.03.2002


Rostocker gibt weltweit erste Fachzeitschrift zur Entwicklung des menschlichen Gehirns heraus

Ein Rostocker Anatomie-Professor ist der weltweit erste Herausgeber einer wissenschaftlichen Zeitschrift, die sich mit der Entwicklung des menschlichen Gehirns beschäftigt. Gemeinsam mit zwei Kollegen der Universität Hong Kong initiierte Prof. Norbert Ulfig "Neuroembryology", ein vierteljährlich erscheinendes Fachblatt für Mediziner, Biologen und Wissenschaftler anderer Gebiete, die zu diesem Thema forschen. Charakteristika des menschlichen Gehirns und spezifische Erkrankungen stehen im Zentrum der in Englisch erscheinenden Zeitschrift.
"Das meiste in der Entwicklung des menschlichen Gehirns ist noch unbekannt", nennt Prof. Ulfig eine Besonderheit seines Gebietes, dem sich international nur wenige Spezialisten widmen. "Oft haben kleinste, nicht sichtbare Störungen während des Reifens des Gehirns im Mutterleib und nach der Geburt fatale Auswirkungen", beschreibt er das Problem, vor dem die Wissenschaftler stehen. So ist ein Beitrag im ersten Heft der neuen Zeitschrift den Immunzellen im zentralen Nervensystem gewidmet, die während des zweiten Schwangerschaftsdrittels ins Gehirn einwandern. Ein anderer Artikel beschäftigt sich mit den Nervenfortsätzen, die zur Verschaltung der Zellen dienen.
"Die Resonanz auf die erste Ausgabe war durchweg positiv", freut sich Prof. Ulfig. Im zweiten Heft, das im April erscheint, wird es unter anderem um Sauerstoffmangelerkrankungen des Gehirns gehen. "Schritt für Schritt werden wir uns auf dem riesigen Markt für wissenschaftliche Zeitschriften etablieren", ist der 43-Jährige vom Erfolg überzeugt.
Unterstützt wird das Projekt von der Gesellschaft der Förderer der Universität Rostock. Für zwei bis drei Jahre stellt sie die Finanzierung sicher. "Solche Projekte, mit denen die Universität Rostock international in den Blickpunkt rückt, sind für uns neu und von immenser Bedeutung", sagt Prof. Dieter Schröder, Vorsitzender der Fördergesellschaft. Möglich geworden sei die umfangreiche Förderung durch das Engagement der Deutschen-Bank-Stiftung und der Firma Eurawasser für die Fördergesellschaft.
"In drei Jahren müssen wir allein laufen können", setzt sich Norbert Ulfig zum Ziel. Er sieht "Neuroembryologie" als riesige Herausforderung für sich und sein Team am Institut für Anatomie der Universität Rostock.

Pressestelle (Anja Neutzling)

Ansprechpartner:
Prof. Norbert Ulfig
Tel. +49 381 494 / 8409
E-Mail: norbert.ulfig@medizin.uni-rostock.de

Dr.-Ing. Karl-Heinz Kutz | idw

Weitere Berichte zu: Fördergesellschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Eine Teleskopschiene für Nanomaschinen
20.04.2018 | Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Standort Stuttgart, Stuttgart

nachricht Künstlicher Leberfleck als Frühwarnsystem
19.04.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics