Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Herz-Kreislaufforschung an der Schnittstelle zum Patienten

05.06.2007
Die Herz-Kreislaufforschung an der Universität Witten-Herdecke mit Sitz am Biomedizinischen Zentrum in Dortmund ist ein Beispiel für ein wirtschaftlich erfolgreiches Zusammenspiel von unabhängiger, kliniknaher Grundlagenforschung und patientenorientierter Auftragsforschung.

Durch Studien im Rahmen der Arzneimittelzulassung werden Mittel generiert, die ohne Abzüge in die medizinische Grundlagenforschung reinvestiert werden. Im Gegenzug können Ergebnisse der Grundlagenforschung schnell zum Wohle von Patienten in die klinische Anwendung und in die Entwicklung marktreifer Produkte eingebracht werden.

Die in Dortmund ansässige Herz-Kreislaufforschung ruht entsprechend auf zwei Säulen. Auf der einen Seite steht das Institut für Herz-Kreislaufforschung an der Universität Witten-Herdecke, dessen Träger ein gemeinnütziger Verein ist. Zu den Mitgliedern des Vereins zählen vier große Herzkliniken der Region: das St.-Johannes-Hospital in Dortmund, das Helios Klinikum in Wuppertal, das Herzzentrum Duisburg und das Herzzentrum Osnabrück-Bad Rothenfelde sowie kardiologische Schwerpunktzentren in Warendorf, Bielefeld und Karlsburg. Hier wird mit wissenschaftlichem Schwerpunkt auf dem Gebiet der genetisch bedingten Herz-Kreislauferkrankungen geforscht. Die Resultate der Studien kommen den Patienten in den Kliniken zugute.

Auf der anderen Seite steht Cardiac Research, ein Dienstleistungsunternehmen, das mit großem Erfolg auf internationaler Ebene Arzneimittelzulassungsstudien organisiert, an denen viele tausend Patienten und mehrere Hundert Herzzentren weltweit beteiligt sein können. Die hohe Professionalisierung der klinischen Forschung hat ihren Niederschlag bereits in der Teilnahme an mehr als 200, zum Teil internationalen Studien in der Herz-Kreislaufforschung gefunden.

Die intensive Verknüpfung von Kliniken, Universität, Forschungseinrichtung und patientenorientierter Dienstleistung gereicht allen Partnern zum Vorteil. Aus den Kliniken kommt die Anregung für patientennahe Fragestellungen, die in der Grundlagenforschung zum Wohle der Betroffenen aufgegriffen wird. Die Kliniken erhalten eine akademische Anbindung, die der wissenschaftlichen Qualifizierung ihrer Ärzte zugute kommt und einen schnellen Transfer von Forschungsresultaten in die klinische Praxis fördert. Die Cardiac Research ist für die Durchführung von Studien auf den engen Kontakt zu den Kliniken angewiesen und profitiert ihrerseits von den Impulsen aus der Grundlagenforschung, deren Finanzierung sie sicherstellt.

Die in Dortmund ansässige Herz-Kreislaufforschung entwickelt sich immer mehr zu einem Modell für ein sich selbst tragendes Netz, in dem Forschung möglich und finanzierbar wird, die der Kritik des Wissenschaftsrates an den deutschen Forschungs- und Universitätseinrichtungen standhält. Hohe Professionalität, eine nicht Zweck gebundene, solide finanzielle Grundlage, die durch öffentliche Gelder noch verbreitert werden kann, und die enge sich gegenseitig befruchtende Verbindung der Partner bei gleichzeitiger Trennung von Forschung, Lehre und Krankenbehandlung sind genau das, was die Experten der Bundesregierung seit Jahren einfordern.

Weitere Informationen:
Dr. Thomas Scheffold
Institut für Herz- Kreislaufforschung an der Universität Witten/Herdecke
Tel.: 0231 / 974261-50, info@herz-kreislaufforschung.de

Dr. Holger Böhm | Institut für Herz- Kreislauffors
Weitere Informationen:
http://www.herz-kreislaufforschung.de

Weitere Berichte zu: Herz-Kreislaufforschung Herzzentrum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Wachablösung im Immunsystem: wie Dendritische Zellen ihre Bewaffnung an Mastzellen übergeben
16.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

nachricht Wie Lungenkrebs zur Entstehung von Lungenhochdruck führt
16.11.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie