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Neue Forschungsstelle Bioethik in Münster

21.11.2000


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Zum Wintersemester hat die Forschungsstelle Bioethik an der Universität Münster ihre Arbeit aufgenommen. Sprecher ist der Philosoph Prof. Dr. Ludwig Siep, beteiligt sind bisher Mediziner, Rechtswissenschaftler,
Biologen und Theologen. "Ich glaube, dass keine Universität in Deutschland so viel Kompetenz in diesem Bereich besitzt wie die Universität Münster", betont Prof. Siep. Bisher habe es aber an einem institutionellem Unterbau gefehlt, um die Kollegen auch miteinander ins Gespräch zu bringen.

So besteht der erste Schritt der Forschungsstelle darin, Namen von Wissenschaftlern, die zur Bioethik forschen, zu sammeln und sie ab Anfang nächsten Jahres auf einer Webseite zu präsentieren. Ein Kolloquium, um die Arbeit der Forschungsstelle vorzustellen, ist für das kommende Sommersemester geplant.

Die Forschungsstelle versteht sich nicht als Konkurrenz zu bereits bestehenden Ethik-Kommissionen, denn dort werden Einzelfälle verhandelt, während die Forschungsstelle ihr Augenmerk auf grundsätzliche Fragen richten will. Ein Beispiel dafür ist die Frage, ob es erlaubt sein soll, Kinder zu klonen, um mit ihren Stammzellen einem anderen Menschen zu helfen. Vor allem im angelsächsischen Raum geht man damit weitaus weniger "skrupulöser" um. "Dort achtet man mehr darauf, was dem Individuum nützt, weniger darauf, was für eine Auswirkung das auf die Gesellschaft haben könnte", beschreibt Siep die Situation. "Aber es ist wichtig, dass die deutsche Stimme nicht verloren geht, denn wir haben eine andere Geschichte und andere Traditionen".

Ein wesentlicher Teil der Arbeit der Forschungsstelle wird darin bestehen, gemeinsame Stellungnahmen zu erarbeiten und in die Öffentlichkeit zu bringen. Darüber hinaus sollen einzelne Forschungsarbeiten zu bioethischen Themen unterstützt werden.

Norbert Frie | idw

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