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Wirksame Behandlung von Netzhauterkrankungen

08.03.2002


Behandlungsmethode des augenzentrum Prof. Zirm wissenschaftlich bestätigt

Wirksame Behandlung von Netzhauterkrankungen

  • Wirksamkeit von Antioxidantien bestätigt in Österreich angewandte Therapie
  • Hoffnung nicht zu erblinden für Patienten mit zentraler Netzhautdegeneration
  • Reagieren Sozialversicherungsträger?

Eine bereits seit ca. zehn Jahren vom augenzentrum Prof. Zirm angewandte Methode zur Behandlung degenerativer Augenerkrankungen wurde nun von dem renommierten US National Eye-Institut (NIH) wissenschaftlich untersucht und in ihrer Wirksamkeit bestätigt.

Die sogenannte Makuladegeneration zählt zu den häufigsten Ursachen für eine praktische Erblindung. Vor allem ältere Menschen sind davon betroffen. Nach heutigem Stand der Wissenschaft kann eine solche Netzhautdegeneration nicht geheilt werden. “Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Schlechte: man kann gegen Ihre Erkrankung nichts machen. Die Gute: Sie werden nicht erblinden." - Diese Antwort hören sehr viele Menschen, wenn sie mit einer altersbedingten Makulaerkrankung zu ihrem Augenarzt gehen. Das augenzentrum Prof. Zirm therapiert seine Patienten seit Jahren mit alternativen Methoden, vor allem mit Antioxidantien. Die Wirksamkeit der vom augenzentrum Prof. Zirm angewandten und bisher nicht wissenschaftlich gesicherten Therapie mit Antioxidantien wurde nun in den USA durch eine Studie des renommierten National Eye Institute bestätigt.

Seit zehn Jahren setzten die Ärzte der österreichischen Tagesklinik für refraktive Chirurgie auf eine Therapie mit durchblutungsfördernden Präparaten, Sauerstoff und vor allem Antioxidantien als Alternative zur Laserbehandlung. “Diese Methode erreicht auf sanftem Weg durchschnittlich wesentlich bessere Ergebnisse als die kostenintensive Laserbehandlung", bestätigt Univ.-Prof. Dr. Mathias Zirm, Gründer und medizinischer Leiter des augenzentrum Prof. Zirm. Die Experten des NIH veröffentlichten ihre Studie, in der die Wirksamkeit der Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration mit Antioxidantien wissenschaftlich belegt wird. Sechs Jahre lang wurden 3640 Patienten Antioxidantien verabreicht und das Fortschreiten der Krankheit beobachtet. Es stellte sich heraus, dass sich die Netzhautdegeneration bei jenen Personen, die regelmäßig mit Antioxidantien behandelt wurden, signifikant langsamer verschlechterte, als bei jenen ohne entsprechende Therapie.

In 27 Prozent verbesserte sich sogar der Zustand. Diese Ergebnisse decken sich mit jener Studie zur Qualitätssicherung, die am augenzentrum Prof. Zirm durchgeführt wird und 1.300 Patienten aus Österreich und dem angrenzenden Ausland erfasst. Prof. Zirm: “Wir haben in den allermeisten Fällen nicht nur eine Stabilisierung sondern auch eine Verbesserung des Leidens beobachten können. Deshalb verordnen wir die Behandlung mit Antioxidantien, gefäßerweiternden Mitteln und Sauerstoffkuren auch bei anderen Risikogruppen, z. B. bei Störungen der Netzhaut wegen hoher Kurzsichtigkeit oder bei fortgeschrittenem Grünen Star (Glaukom).

Ein Problem für viele Menschen ist, dass die meisten der von uns verordneten Medikamente nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt werden. Dadurch entstehen unerwartete finanzielle Belastungen. Wenn Medikamente nicht mehr nachgekauft werden, besteht ein sehr hohes Risiko einer weiteren Verschlechterung des Leidens."

Prof. Zirm erhält Unterstützung für seine Bemühungen durch die US-Studie, die vom amerikanischen Gesundheitsministerium in Auftrag gegeben wurde. Die Ergebnisse beweisen, dass statistisch signifikant die Antoxidantientherapie in einem hohen Prozentsatz bei vielen dieser Netzhautdegenerationen erfolgreich ist. Einziger Wermutstropfen: Es müssen diese Medikamente in einer entsprechend hohen Dosierung verabreicht werden. Der Appell des augenzentrum Prof. Zirm an die Krankenkassen ist, der Empfehlung des amerikanischen Gesundheitsministeriums zu folgen und in gut dokumentierten Fällen die Behandlungskosten zu übernehmen. Nicht zuletzt läßt eine einfache Kostenrechnung den Schluss zu, dass die Ausgaben der öffentlichen Hand für einen erblindeten Menschen um ein Vielfaches höher sind, als die Kosten des monatlichen Medikamentenbedarfs.

Das Ärzte-Team des augenzentrum Prof. Zirm kümmert sich intensiv um seine Patienten. Begleitend zur Therapie wird der Patient beraten und über zusätzliche Maßnahmen informiert. In vielen Fällen bewährt sich zusätzlich die Implantation einer multifokalen Linse in das Auge. Viele Patienten können mit dieser Linse und einer zusätzlichen Lesebrille wieder lesen.

Elisabeth Rapp | pte.monitor

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