Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tropeninstitut rät Reisenden zur Tollwutimpfung

20.04.2007
Vor dem Hintergrund des aktuell nach Deutschland importierten Tollwutfalles rät das Tropeninstitut Reisenden, sich über das Tollwutrisiko in ihrem Zielland zu informieren und sich ggf. rechtzeitig impfen zu lassen. Ist es im Reiseland zu einer Tierverletzung gekommen, ist auch eine nachträgliche Tollwutimpfung ratsam.

Als Gesundheitsproblem ist die Tollwut beispielsweise in Indien, China, Marokko und anderen Ländern Afrikas und Asiens relevant. In den betroffenen Ländern sterben nach WHO-Schätzungen 60.000 Menschen jährlich an der Tollwut. Hauptüberträger sind Hunde, aber auch infizierte Affen können bei der Übertragung eine Rolle spielen. Nach Europa importierte Fälle sind in der Vergangenheit mehrfach beschrieben worden.

Hintergrund: Tollwut

Tollwut wird durch ein Virus verursacht, dass sich im zentralen Nervensystem vermehrt. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 3-8 Wochen. In einigen Fällen sind jedoch Inkubationszeiten von mehreren Monaten beschrieben. Nicht jeder Biss durch ein erkranktes Tier führt auch zur Infektion des Menschen. Der Ausbruch der Krankheit kann durch eine postexpositionelle passive und aktive Impfung verhindert werden. Bei der passiven Impfung werden schützende Immunglobuline verabreicht, bei der aktiven Impfung abgetötete Viren. Kommt die Krankheit jedoch zum Ausbruch, endet sie normalerweise tödlich. Die aktive Tollwut-Impfung hat eine Langzeitwirkung und wird auch als vorbeugende Schutzimpfung eingesetzt (Impfprophylaxe).

Die Zahl der registrierten Tollwutfälle hat sich in Deutschland seit 1990 drastisch reduziert (von 5.572 im Jahr 1990 auf 43 im Jahr 2002, davon die meisten bei Fuchs, Hund und Katze. Quelle: RKI). Tollwuterkrankungen beim Menschen wurden 1996, 2004 und 2005 registriert. Der letzte importierte Fall war besonders tragisch, da die Infektion nicht erkannt und Organe der Patientin transplantiert wurden. Drei der sechs Organempfänger verstarben.

In Europa wird in den letzten Jahren auch der Fledermaustollwut große Aufmerksamkeit gewidmet. Sie wurde jedoch nur selten nachgewiesen. Beide Tollwut-Erreger sind Lyssaviren aus der Familie der Rhabdoviren.

Dr. Barbara Ebert | idw
Weitere Informationen:
http://www.bni-hamburg.de
http://www.gesundes-reisen.de

Weitere Berichte zu: Impfung Infektion Inkubationszeit Tollwut Tollwutimpfung Tropeninstitut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neurorehabilitation nach Schlaganfall: Innovative Therapieansätze nutzen Plastizität des Gehirns
25.09.2017 | Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V.

nachricht Die Parkinson-Krankheit verstehen – und stoppen: aktuelle Fortschritte
25.09.2017 | Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie