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Hoher Blutdruck entsteht wahrscheinlich im Gehirn

16.04.2007
Neuer Behandlungsansatz mit dem Protein JAM-1

Die Ursache für das Entstehen von hohem Blutdruck könnte eher im Gehirn liegen als von Problemen mit dem Herzen, den Nieren oder den Blutgefäßen ausgelöst werden. Wissenschaftler der University of Bristol hoffen, dass dieser Ansatz neue Behandlungsmöglichkeiten für eine Krankheit ergeben könnte, von der einer von fünf Briten betroffen ist. Die Forscher isolierten das Protein JAM-1, das weiße Blutkörperchen zu binden und damit den Blutfluss zu behindern scheint. Dadurch kann eine Entzündung entstehen und zu einer schlechten Blutversorgung des Gehirns führen. Das Team um Julian Paton geht davon aus, dass dies wiederum zu Ereignissen im Gehirn führt, die den Blutdruck steigen lassen. Details der Forschungsergebnisse wurden in dem Fachmagazin Hypertension veröffentlicht.

Versuche mit Ratten zeigen, dass JAM-1 mit einem erhöhten Blutdruck in Zusammenhang steht. Die genauen Mechanismen hinter diesem Zusammenhang sind noch nicht bekannt. Derzeit konzentrieren sich die Forscher laut BBC auf das menschliche Gehirn um zu weiteren Ergebnissen zu gelangen. Laut Paton besteht die Herausforderung darin, die Entzündungen in den Gefäßen des Gehirns zu verstehen, damit entsprechende Medikamente entwickelt werden können. "Wir suchen nach einer Behandlungsmöglichkeit für all jene Patienten, die auf herkömmliche medikamentöse Behandlungsansätze nicht ansprechen." Es ist bereits seit einiger Zeit bekannt, dass das Gehirn den Blutdruck beeinflussen kann. Alex Green vom John Radcliffe Hospital gelang es beispielsweise, den Blutdruck der Patienten zu erhöhen oder zu senken indem mit Elektroden bestimmte Regionen des Gehirns stimuliert wurden.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.bristol.ac.uk
http://hyper.ahajournals.org
http://www.oxfordradcliffe.nhs.uk

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