Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gendiagnostik bei Herzkrankheiten

13.04.2007
Das Institut für Herz-Kreislaufforschung an der Universität Witten/Herdecke informiert auf dem deutschen Kardiologenkongress über Früherkennungsmöglichkeiten

Das Institut für Herz-Kreislaufforschung an der Universität Witten/Herdecke stellt auf dem aktuellen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim neue Möglichkeiten der Gendiagnostik bei Herzkrankheiten vor. Die Diagnosemethode zielt auf die Früherkennung der Hypertrophen Kardiomyopathie, einer überwiegend familiär auftretenden, dominant vererbten Herzmuskelerkrankung, die mit verminderter Lebenserwartung einhergeht. Die Erkrankung ist der häufigste Grund für den plötzlichen Herztod bei jungen Sportlern. Deshalb sind Diagnosesicherheit für die Betroffenen und Risikoabschätzung zum Beispiel bei Kinderwunsch von großer Bedeutung.

Das Institut für Herz-Kreislaufforschung mit Sitz im Bio-Medizin-Zentrum-Dortmund entwickelt Methoden zur genetischen Untersuchung dieser Patienten. Maßgeschneiderte Gen-Chips werden es künftig ermöglichen, die Veränderungen im Erbmaterial vergleichsweise schnell und kostengünstig aufzuspüren. Damit steht Ärzten eine neue Möglichkeit zur Verfügung, um eine Hypertrophe Kardiomyopathie eindeutig zu diagnostizieren und den Patienten geeignete präventive Maßnahmen zu empfehlen. Darüber hinaus kann in betroffenen Familien das Erkrankungsrisiko bei noch nicht symptomatischen Erwachsenen und Kindern festgestellt werden.

Nach einem Jahr Entwicklungszeit befindet sich der Gen-Chip HCM-1 in der klinischen Überprüfung, die in Kooperation mit großen Herzkliniken erfolgt. Die ersten Ergebnisse, welche die hohe Qualität und Zielsicherheit belegen, mit der Veränderungen der betroffenen Gene diagnostiziert werden können, werden zurzeit auf dem jährlichen Kardiologenkongress in Mannheim vorgestellt.

Nach Abschluss der klinischen Studien kann das neue Verfahren als diagnostische Routineleistung angeboten werden. Dr. Stephan Waldmüller vom Institut für Herz-Kreislaufforschung: "Die Chip-Technologie ist eine der wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahre für die genetische Analyse von Erbkrankheiten. Sie wird in der nahen Zukunft in vielen Bereichen der Gesundheitsversorgung immer mehr an Bedeutung gewinnen."

Weitere Informationen:
Dr. Thomas Scheffold
Institut für Herz- Kreislaufforschung an der Universität Witten/Herdecke
Tel.: 0231 / 974261-50, info@herz-kreislaufforschung.de

Bernd Frye | idw
Weitere Informationen:
http://www.herz-kreislaufforschung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht In Deutschland wächst die Zahl der Patienten mit Diabetes mellitus
23.02.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt
22.02.2017 | Klinikum der Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie