Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3D-Bild-Technologie für scharfe Mäusefotos

04.03.2002


MRM-Aufnahmen mit 250.000-fach höherer Auflösung wie Magnetresonanz-Scans

Fortgeschrittene Bildgebungstechnologien haben es Forschern des Duke Centers for In Vivo Microscopy ermöglicht, 3D-"Magnetresonanz-Mikroskop"-Bilder (MRM) von Mäusen herzustellen. Die Bilder besitzen eine 250.000 Mal höhere Auflösung als Magnetresonanz-Scans (MRI) für die Diagnose menschlicher Erkrankungen. Das so genannte "Visible Mouse"-Projekt eröffnet Forschern eine neue Ära in der Verwendung von Mausmodellen zum besseren Verständnis von Krankheiten beim Menschen. Die technische Beschreibung der neuen Technologie wird im Fachmagazin of Magnetic Resonance Imaging im Juni 2002 veröffentlicht.

Die MRM-Bilder der Mäuse können über das Internet weitergeleitet werden, dadurch können Forschern die Tiere elektronisch "teilen" und diese auf vielfältige Art und Weise digital "schneiden". Dadurch wird es möglich, das selbe Tier simultan zu zergliedern und die Einsichten via Videokonferenz zu dokumentieren. MRM setzt wie MRI Mäuse harmlosen Magnetfeldern aus. Diese bewirken die Anordnung von Protonen in den Molekülen ihrer Gewebe. Radiofrequenz-Impulse stören die Gewebe. Empfindliche Radiofrequenz-Detektoren zeichnen die Reaktion der verschiedenen Gewebe auf. Forscher können daraus hochauflösende Bilder kreieren, die ganze Organe, aber auch Strukturen in den Organen, zeigen.

"Die Technologie kommt gerade zum richtigen Zeitpunkt, denn die Forschung am Mausmodell explodiert", erklärte Forschungsleiter und Direktor des Duke Centers Allan Johnson. Die physikalische Teilung und Anfärbung von Mäuseteilen sei enorm teuer. "Allein im vergangenen Jahr wurden sechs Mio. transgene Mäuse bzw. Knock-out-Tiere entwickelt", führte Johnson weiter aus. Herkömmliche histologische Schnitte und Anfärbungen kosten rund sieben Dollar pro Schnitt. Mit der MRM-Technologie sind pro Tier 2.600 Schnitte möglich. Darüber hinaus werde im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden das Gewebe nicht zerstört.

Für wichtig hält Johnson, dass die chemische Flüssigkeit, die zur Sichtbarmachung des Tiermodells notwendig ist, das Wasser im Gewebe hält. Bestehende Färbe-Methoden trocknen das Gewebe aus. Gerade aber die Frage, wie sich Wasser an das Gewebe bindet, ist von großer diagnostischer Bedeutung. Die 3D-Ansicht gibt klare Einsichten in die Morphologie. Die Bilder können downgeloadet und verglichen werden. Scans der "visible"-Mäuse werden ins Netz gestellt, damit Wissenschaftler Vergleiche mit genetisch veränderten Stämmen ziehen können.

Sandra Standhartinger | pte.monitor
Weitere Informationen:
http://news.mc.duke.edu/home/index_flash.php

Weitere Berichte zu: Gewebe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Überdosis Calcium
19.06.2018 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Berner Forschende entdecken Schlaf-Wach-Schaltzentrale im Hirn
11.06.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Im Focus: First real-time test of Li-Fi utilization for the industrial Internet of Things

The BMBF-funded OWICELLS project was successfully completed with a final presentation at the BMW plant in Munich. The presentation demonstrated a Li-Fi communication with a mobile robot, while the robot carried out usual production processes (welding, moving and testing parts) in a 5x5m² production cell. The robust, optical wireless transmission is based on spatial diversity; in other words, data is sent and received simultaneously by several LEDs and several photodiodes. The system can transmit data at more than 100 Mbit/s and five milliseconds latency.

Modern production technologies in the automobile industry must become more flexible in order to fulfil individual customer requirements.

Im Focus: ALMA entdeckt Trio von Baby-Planeten rund um neugeborenen Stern

Neuartige Technik, um die jüngsten Planeten in unserer Galaxis zu finden

Zwei unabhängige Astronomenteams haben mit ALMA überzeugende Belege dafür gefunden, dass sich drei junge Planeten im Orbit um den Säuglingsstern HD 163296...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz – Schafft der Mensch seine Arbeit ab?

15.06.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Asteroidenforschung in Garching

13.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Überdosis Calcium

19.06.2018 | Medizin Gesundheit

Lasertests unter Tiefsee-Bedingungen am LZH

19.06.2018 | Materialwissenschaften

Neuer Abwehrmechanismus gegen Sauerstoffradikale entdeckt

18.06.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics