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Je weniger Salz in der Suppe, desto besser

01.03.2002


Neue Erkenntnisse zur Behandlung von Bluthochdruck und Stoffwechsel-Störungen bei Dialysepatienten

Salzarmes Essen schützt vor hohem Blutdruck. Ist der Blutdruck erhöht, kann eine salzarme und gesundheitsbewusste Diät ihn ebenso senken wie Medikamente. Dies ist das Ergebnis einer großen Studie aus den USA, die jetzt beim 26. Heidelberger Nephrologischen Seminar vorgestellt wurde. Etwa 800 Nierenspezialisten informierten sich bei der jährlichen Tagung, deren Veranstalter die Sektion Nephrologie der Heidelberger Medizinischen Universitätsklinik und das Reha-Zentrum für chronisch Nierenkranke war, über die neuesten medizinischen Entwicklungen im Bereich der Nierenheilkunde.

Hoher Blutdruck ist der wichtigste Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall, der Todesursache Nummer 1 in Deutschland. Auch chronisches Nierenversagen kann Folge eines zu hohen Blutdrucks sein. Mehrere Faktoren fördern seine Entstehung: u.a. Übergewicht, Blutfett-Störungen, Diabetes und salzreiche Ernährung. Professor Martin Zeier, Medizinische Klinik Heidelberg, stellte Ergebnisse einer Studie vor, die den hohen Stellenwert der Salzreduktion nochmals unterstreichen. Der empfohlene Wert für die tägliche Salzzufuhr liegt heute bei 5,8 Gramm. Wird dieser Wert noch unterschritten und mit einer Diät, die überwiegend Gemüse, Obst aber wenig Fleisch, Zucker und Fett enthält, kombiniert, kann der Blutdruck weiter gesenkt werden - und zwar in demselben Ausmaß wie durch blutdrucksenkende Medikamente. Professor Zeier wies besonders darauf hin, wie wichtig die Kochsalzbeschränkung bei Patienten mit Diabetes und einem chronischen Nierenversagen ist, die fast immer einen erhöhten Blutdruck haben.

Prof. Dr. Dr. h.c. Eberhard Ritz
Sektionsleiter Nephrologie
Rehabilitationszentrum für chronisch Nierenkranke
Bergheimer Str. 56a,
69115 Heidelberg,
Tel. 06221 / 91120

Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums
Voßstrasse 2, 69115 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56-4536
Fax: 06221 / 56-4544
E-mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw

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