Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schutz vor plötzlichem Herztod am Hannover Airport

12.03.2007
15 lebensrettende Defibrillatoren auf dem Flughafengelände installiert - Wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch Deutsche Herzstiftung und Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

Jedes Jahr erleiden in Deutschland über 100.000 Menschen einen plötzlichen Herztod. In vielen Fällen könnte das tragische Ereignis verhindert werden, wenn vor Ort sofort ein Defibrillator verfügbar wäre, mit dem geschulte Laien das Herz ohne Zeitverlust wieder in Gang setzen können. Aus diesem Grund hat jetzt der Airport Hannover in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie ein groß angelegtes Projekt gestartet, bei dem das Flughafengelände mit halbautomatischen Defibrillatoren ausgestattet wird.

Insgesamt handelt es sich um 15 Defibrillatoren, die in den Abflug- und Ankunftsterminals angebracht sind. "Die hohe Zahl ist wichtig, um im Notfall sofort ein Gerät direkt am Ort des Geschehens verfügbar zu haben und keine wertvolle Zeit zu verlieren", betont Professor Dr. med. Hans-Joachim Trappe, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung. "Denn bereits nach fünf Minuten liegen die Chancen für eine erfolgreiche Defibrillation nur noch bei 50 % und nach zehn Minuten sogar nahe bei null", erläutert der Herzspezialist. Deshalb kann mit der Elektroschocktherapie nicht gewartet werden, bis der Notarzt eintrifft, der je nach örtlicher Gegebenheit zehn bis 15 Minuten bis zum Einsatzort benötigt und somit fast immer zu spät kommt.

Die Elektroschocktherapie ist deshalb so wichtig, weil der plötzliche Herztod meist auf einer lebensgefährlichen Herzrhythmusstörung, dem so genannten Kammerflimmern, beruht, bei dem der Herzmuskel nur noch chaotisch zuckt. Das Blut wird nicht mehr weitergepumpt. Die Folge ist ein Kreislaufstillstand, der normalerweise innerhalb weniger Minuten zum Tode führt und nur durch eine rechtzeitige Defibrillation beendet werden kann.

... mehr zu:
»Defibrillator »Herztod »Kardiologie

Um im Notfall eine bestmögliche Rettung zu gewährleisten, werden die Flughafenmitarbeiter im Umgang mit den Geräten geschult. Zusätzlich erfolgt ein regelmäßiges Training zur Auffrischung der Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Herzdruckmassage und Beatmung.

Wie erfolgreich ein solches Konzept sein kann, zeigt ein ähnliches Projekt am Frankfurter Flughafen, bei dem bereits vor vier Jahren mit Unterstützung der Deutschen Herzstiftung ebenfalls Defibrillatoren in den Terminals angebracht wurden und mittlerweile schon mehrere Menschen vor einem plötzlichen Herztod gerettet werden konnten.

Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V.
Pressestelle
Pierre König
Tel. 069/95 51 28-140
Fax: 069/95 51 28-313
E-Mail: koenig@herzstiftung.de

Pierre König | idw
Weitere Informationen:
http://www.herzstiftung.de

Weitere Berichte zu: Defibrillator Herztod Kardiologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Methode der Eisenverabreichung
26.04.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Bestrahlung bei Hirntumoren? Eine neue, verlässlichere Einteilung erleichtert die Entscheidung
26.04.2017 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie