Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erstes mobiles Mess- und Trainingssystem zur Bestimmung und Verlaufskontrolle von Gleichgewichts- und Koordinationstörungen

08.03.2007
therapie 2007: Dem Schwindel auf der Spur

TU Chemnitz ist beteiligt an der Entwicklung des ersten mobilen Mess- und Trainingssystem zur Bestimmung und Verlaufskontrolle von Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen

Ärzte, Therapeuten oder Trainer wissen, wie schwierig es ist, den Koordinations- und Gleichgewichtssinn exakt zu messen. Oft fehlt es am Krankenbett, an der Arbeitsstätte oder auf dem Sportplatz an geeigneten Messeinrichtungen. Das erste portable System zur objektiven Koordinations- und Gleichgewichtsmessung, das von Wissenschaftlern des Kompetenzzentrums Strukturleichtbau e.V. an der Technischen Universität Chemnitz gemeinsam mit der Chemnitzer Firma UMEDICON GmbH und der Physiotherapie der Städtischen Kliniken Chemnitz entwickelt wurde, schafft hier Abhilfe. "Exakte Messungen sind nun unabhängig von einer Steckdose an jedem Ort möglich - also auch direkt im Umfeld des Patienten, im Haus, in der Firma sowie im Freien", berichtet Holg Elsner von der TU. Nur zwei Kilogramm wiegt das so genannte "Balance Pad". Es ist damit eine der wichtigsten Gerätekomponenten des Gleichgewichts- und Koordinationssystems "Equilius alpha". Vom 8. bis 10. März 2007 wird diese Neuentwicklung auf der Fachmesse und dem Kongress "therapie" (Halle 2, Stand F 21) in Leipzig vorgestellt.

"Der Einsatz eines leichten und elastischen Faserverbundwerkstoffes ermöglichte erst die Mobilität des Systems. Damit gelang uns eine Alleinstellung am Markt", erläutert Elsner. Unabhängig von der Beschaffenheit des Untergrundes können nun mit dem sich selbst justierenden und kalibrierenden Messsystem Untersuchungen - etwa der Fahrtauglichkeit oder bei Schwindelsymptomen - vorgenommen werden. "Die exakten Messungen bieten Diagnosesicherheit etwa im Bereich Neurologie, Arbeitsmedizin und Hals-Nasen-Ohrenheilkunde", versichert Dr. Christian Dippmann, Geschäftsführer der UMEDICON GmbH. Der "Equilus alpha" kann außerdem zur Bewegungsanalyse oder im Training von Sportlern eingesetzt werden. Dem Anwender stehen eine Vielzahl von Diagnose- und Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Betrieben wird der "Equilus alpha" über einen Laptop, der auch die Stromversorgung sichert.

Weitere Informationen erteilen Holg Elsner, Telefon (03 71) 5 31 - 38 154, E-Mail holg.elsner@slb.tu-chemnitz.de, und Dr. Christian Dippmann, Telefon (03 71) 33 47 345, E-Mail dippmann@umedicon.de .

Mario Steinebach | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Therapieansätze bei RET-Fusion - Zwei neue Inhibitoren gegen Treibermutation
26.06.2017 | Uniklinik Köln

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

Plants are networkers

19.06.2017 | Event News

Digital Survival Training for Executives

13.06.2017 | Event News

Global Learning Council Summit 2017

13.06.2017 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

Supersensitive through quantum entanglement

28.06.2017 | Physics and Astronomy

X-ray photoelectron spectroscopy under real ambient pressure conditions

28.06.2017 | Physics and Astronomy

Mice provide insight into genetics of autism spectrum disorders

28.06.2017 | Health and Medicine