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Innovative Methode zur Herstellung von Lykopen und Speiseöl

05.03.2007
Substanz schützt vor Erkrankung der Herzkranzgefäße

Das auf Nahrungsmitteltechnologien spezialisierte Startup-Unternehmen BioLyco wird in der Nähe von Lecce (Apulien) eine Fabrik zur Herstellung von Speiseöl aus Tomatenkernen und zur Gewinnung des Naturheilstoffes Lykopen bauen. Es handelt sich um die Anwendung eines innovativen Verfahrens der Weiterverarbeitung von agrarindustriellen Nebenprodukten, die normalerweise in der Futtermittelindustrie landen. Die Anlage soll gegenüber den herkömmlichen Verarbeitungsmethoden eine Kostensenkung um 30 Prozent ermöglichen und umweltbelastende Entsorgungsmaßnahmen erübrigen.

Das Verfahren ist von den Chemieingenieuren Roberto Lavecchia und Antonio Zuorro an der römischen Universität "La Sapienza" entwickelt worden. Durch den Einsatz einer Mixtur aus Lösungsmitteln werden unter Niedrigtemperaturbedingungen Kerne und Schale getrennt. Im Vergleich zu den bisher bekannten Technologien wird eine höhere Extraktionsausbeute bei gleichzeitiger Erhaltung der Zellstrukturen erzielt. Lykopen ist ein Carotenoid, das für die Pigmentierung reifer Tomaten sorgt und antioxidantische Eigenschaften aufweist. Die Substanz schützt nicht nur vor Erkrankungen der Herzkranzgefässe, sondern gilt gleichzeitig auch als vorbeugend vor Krebsbefall an Leber, Lunge, Prostata und Kolon. Sie wird deshalb mit Vorliebe von der Pharmaindustrie verwendet. Außerdem wird sie wegen der Haut schützenden Wirkung auch von den Kosmetikherstellern genutzt.

Das aus Tomatenkernen gewonnene Öl dient vorwiegend als Nahrungsergänzungsmittel und wird auch zur Niedrighaltung des Cholesterinspiegels eingesetzt. Neben Lykopen enthält es vor allem Vitamin E . Antonio Alfano, Hauptgeschäftsführer der BioLyco, erklärt: "Die Anlage wird drei Mio. Euro kosten und voraussichtlich Ende 2008 eingeweiht . Bei Vollbetrieb können wir mit einer Jahresproduktion von zehn Tonnen sechsprozentigem Lykopen und 160 Tonnen Tomatenkernöl rechnen. Bei der Verarbeitung fallen als Restprodukte energiehaltiges Kernmehl und faserreiche Schalenrückstände an, die beide als Futtermittel genuzt werden können."

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"Die BioLyco lebt bis heute von den Einlagen ihrer Gesellschafter und den Überzeugungen ihres Geschaftsführers", so Alfano weiter. "Trotz theoretisch reichlich verfügbarer Mittel zur Förderung junger Unternehmen bleiben diese oft wegen unzureichender Erfüllung der geforderten Sicherheitsgarantien von den Finanzierungerleichterungen ausgeschlossen. Ich glaube jedoch, dass wir erfahrene Geschäftspartner finden werden, die unsere Produkte international verbreiten und die Mittel zum Bau einer Anlage im Ausland auftreiben können."

Harald Jung | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.uniroma1.it

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