Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Grippewelle hat Deutschland erfasst!

23.02.2007
Neuerdings auch Vorbeugung möglich - mit antiviralem Grippemittel

Die Grippewelle breitet sich aus in Deutschland: Seit Mitte Februar ist vor allem der Süden (Baden-Württemberg und Bayern) stark betroffen. Die echte Virusgrippe unterscheidet sich in ihrem Gefährdungspotenzial deutlich von einer normalen Erkältung, die zwar lästig, aber im Normalfall nicht gefährlich ist.

Die echte Grippe erkennt man an plötzlich einsetzendem, hohen Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie trockenem Husten. Sie verläuft deutlich schwerwiegender und kann sogar zum Tod führen. Bis jetzt noch ungeimpfte Personen, vor allem ältere Menschen und Kinder, sollten eine Impfung dringend nachholen. Es dauert allerdings bis zu 14 Tage, bis ein Impfschutz aufgebaut ist. Vor allem zur Vorbeugung einer Infektion bei ungeimpften Personen können daher antiviral wirksame Grippemittel, so genannte Neuraminidasehemmer, sinnvoll sein. Auch eine Therapie ist mit diesen Medikamenten möglich, wenn sie bis zu zwei Tage (maximal 48 Stunden) nach Ausbruch der Erkrankung eingesetzt werden.

Seit Ende 2006 ist das antivirale Grippemedikament Zanamivir zur Prophylaxe der echten Virusgrippe bei Erwachsenen und Kindern ab fünf Jahren in Deutschland erhältlich. Auch die Therapie einer Virusgrippe kann mit diesem Medikament bei Erwachsenen und Kindern ab fünf Jahren erfolgen. Zanamivir wirkt gegen die Virustypen Influenza A und B und somit gegen alle Viren, die zu einer echten Grippe führen.

Die hoch ansteckenden Influenzaviren verteilen sich vor allem bei großen Menschenansammlungen, wie in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf Veranstaltungen. Sie werden durch Tröpfcheninfektion (Husten oder Niesen) übertragen. Die Viren gelangen in die Atemwege und infizieren dort die Zellen des Nasen- und Rachenraums, in denen sie sich vermehren. Neuraminidasehemmer blockieren ein Oberflächeneiweiß in der Virushülle, das vor allem für die Freisetzung neu gebildeter Viren aus der infizierten Atemwegs-Zelle verantwortlich ist. Zanamivir verhindert so die Ausbreitung der Viren in den Atemwegen. Wird die Substanz innerhalb der ersten 48 Stunden nach Auftreten erster Beschwerden angewendet, kann sie die Schwere des Krankheitsverlaufes mildern und die Dauer der Erkrankung verkürzen.

Zanamivir wird als Pulver inhaliert. Dadurch ist sichergestellt, dass der Wirkstoff sofort in das Zentrum der viralen Infektion - auf die Schleimhäute der Atemwege - gelangt, und dort die Ausbreitung der Viren blockiert. Zur Vorbeugung einer Infektion werden einmal täglich zwei Inhalationen durchgeführt. Die Prophylaxe sollte mindestens zehn Tage dauern, kann aber auch bis zu 28 Tage lang fortgeführt werden. Zur Behandlung der Grippe nimmt der Patient zweimal täglich zwei Inhalationen und damit die doppelte Menge an Zanamivir über fünf Tage ein.

Weitere Informationen finden Sie unter www.grippe-info.de . Um feststellen zu können, ob Sie eher unter einer echten Grippe oder einer bloßen Erkältung leiden, können Sie dort unter "Habe ich Grippe?" einen interaktiven Grippe-Check anhand Ihrer Krankheitssymptomatik durchführen.

Unternehmensinformation

GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden forschungsorientierten Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen - engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen.

Dr. Anke Helten | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.glaxosmithkline.de
http://www.grippe-info.de

Weitere Berichte zu: Grippe Grippewelle Infektion Viren Virusgrippe Vorbeugung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Wachablösung im Immunsystem: wie Dendritische Zellen ihre Bewaffnung an Mastzellen übergeben
16.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

nachricht Wie Lungenkrebs zur Entstehung von Lungenhochdruck führt
16.11.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

500 Kommunikatoren zu Gast in Braunschweig

20.11.2017 | Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Künstliche neuronale Netze: 5-Achs-Fräsbearbeitung lernt, sich selbst zu optimieren

20.11.2017 | Informationstechnologie

Tonmineral bewässert Erdmantel von innen

20.11.2017 | Geowissenschaften

Hemmung von microRNA-29 schützt vor Herzfibrosen

20.11.2017 | Biowissenschaften Chemie