Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wenn Bettnässen zum Problem wird

22.02.2007
DGKJP (Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V) diskutiert bei ihrer Jahrestagung in Aachen wirksame Hilfen für Kinder mit Ausscheidungsstörungen

Ausscheidungsstörungen gehören zu den häufigsten Problemen des Kindesalters: So nässen zehn Prozent der Siebenjährigen, ein bis zwei Prozent der Jugendlichen und ein Prozent der Erwachsenen nachts ein. Tagsüber sind zwei bis drei von Hundert der Siebenjährigen und unter ein Prozent der Jugendlichen und mit höherem Alter wieder zunehmend Erwachsene betroffen.

Das Einkoten betrifft ein bis drei Prozent aller Schulkinder und nimmt bis zum Jugendalter ab. Viele Kinder und Eltern wissen gar nicht, dass andere Kinder ein ähnliches Problem haben. Trotz des hohen Leidendrucks sind die meisten Kinder, die einnässen und einkoten, psychisch nicht auffällig. Vor diesem Hintergrund wäre zu wünschen, dass allen betroffenen Kindern die inzwischen wirksamen Hilfen zur Verfügung gestellt werden. Anlässlich der 30. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) in Aachen wird als ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet Professor Dr. Alexander v. Gontard, Homburg, am Freitag, den 16. März 2007, ab 15.00 Uhr im Kármánn-Auditorium der RWTH Aachen zu diesem Thema zwei Symposien anbieten. Im Mittelpunkt stehen dann sowohl ausführliche Informationen zu Enuresis und Enkopresis als auch aktuelle Forschungsergebnisse.

Enuresis nocturna oder Bettnässen wird offiziell definiert als ein unwillkürliches nächtliches Einnässen ab einem Alter von fünf Jahren nach Ausschluss organischer Ursachen. Typisch sind die großen Einnässmengen, der tiefe Schlaf und die schwere Erweckbarkeit. Das Bettnässen ist überwiegend genetisch bedingt und wird als Reifungsstörung des zentralen Nervensystems verstanden. Inzwischen sind sogar die Genorte" mit molekulargenetischen Methoden lokalisiert. Die Behandlung umfasst u.a. Aufklärung, Beobachtungspläne oder eine Verhaltenstherapie mit einem Klingelgerät. Die Erfolgsaussichten sind bei einer gezielten Behandlung sehr gut. Das Einnässen tags umfasst sehr unterschiedliche Störungen: Manche Kinder müssen häufig auf die Toilette, da sich die Blase spontan kontrahiert (Dranginkontinenz); manche schieben den Toilettengang so lange hinaus, bis sie einnässen (Miktionsaufschub); andere haben Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Dyskoordination). Wegen dieser verschiedenen Ursachen ist eine genaue Diagnostik unerlässlich, um wirksame Behandlungsmöglichkeiten einleiten zu können.

... mehr zu:
»Bettnässen »DGKJP »Einkoten »Verstopfung

Enkopresis (Einkoten) wird offiziell als ein willkürliches oder unwillkürliches Einkoten ab einem Alter von 4 Jahren nach Ausschluss von organischen Ursachen definiert. Bei manchen Kindern ist das Einkoten mit einer Verstopfung und einem Zurückhalten von Stuhl verbunden. Andere Kinder dagegen koten nur ein, gehen aber sonst regelmäßig auf die Toilette und halten keinen Stuhl zurück. Beim Einkoten sind Verhaltenstherapien am wirksamsten kombiniert mit Abführmitteln, wenn eine Verstopfung vorliegt.

Anmeldung zum Kongress unter http://www.dgkjp-kongress.de
Presseanmeldungen bitte über die Geschäftsstelle der DGKJP Berlin:
Fax 030//2809-3816, E-Mail: sekretariat@dgppn.de oder Internet:
http://www.dgkjp-kongress.de/presse.jsp

Dr. Thomas Nesseler | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgkjp-kongress.de
http://www.dgkjp-kongress.de/presse.jsp

Weitere Berichte zu: Bettnässen DGKJP Einkoten Verstopfung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen
11.12.2017 | Universität Bern

nachricht Kommunikation ist alles – auch im Immunsystem
28.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Goldmedaille für die praktischen Ergebnisse der Forschungsarbeit bei Nutricard

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Nachwuchs knackt Nüsse - Azubis der Friedhelm Loh Group für Projekte prämiert

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen

11.12.2017 | Medizin Gesundheit