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AIDS-Forschung in Düsseldorf: Resistente HI-Viren auf dem Vormarsch?

11.01.2007
Drei Millionen Euro investiert das Bundesministerium für Gesundheit in den nächsten drei Jahren in die Erforschung von Medikamentenresistenzen bei HIV-Infektionen.

Die Düsseldorfer Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Häussinger ist eine von vier Institutionen, die an dem bundesweiten Projekt beteiligt sind.

Die Düsseldorfer koordinieren innerhalb der RESINA-Studie 37 Schwerpunkteinrichtungen für HIV in Nordrhein-Westfalen, mehr als 1.000 Patienten wurden bereits in die Studie eingeschlossen. Weitere Partner in dem Verbund sind das Robert-Koch-Institut in Berlin, das Paul-Ehrlich-Institut in Langen sowie das Universitätsklinikum Köln.

Die Behandlung der HIV-Infektion zeigt heute deutliche Erfolge. Allerdings entstehen bei einem Teil der behandelten Patienten im Verlauf der Therapie Viren, die unempfindlich gegen die verabreichte Medikation geworden sind. Diese mutierten Erreger können, z. B. bei ungeschütztem Sexualkontakt, übertragen werden. Dr. Mark Oette, Projektleiter erläutert: "Die Verbreitung solcher Viren steigt leider an. In Düsseldorf testen wir unbehandelte Patienten auf vorhandene Resistenzen und analysieren die gewonnenen Daten." Prof. Dr. Dieter Häussinger, Direktor der Klinik, fordert: "HIV-Infizierte sollten bereits in der Primärtherapie entsprechend untersucht werden, um eine mit Sicherheit wirksame Therapie zu bekommen."

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Bereits vor der Förderung durch den Bund hatte in Düsseldorf die private Heinz-Ansmann-Stiftung in die Resistenzforschung bei HIV investiert und eine Stiftungsprofessur zur HIV-Forschung an der Medizinischen Fakultät ins Leben gerufen. Ziele der aktuellen Förderung, so das Bundesministerium für Gesundheit, sind: Die Ergebnisse der Forschung sollen unmittelbar betroffenen Patienten zugute kommen und die Mechanismen der Resistenzentstehung erforscht werden. Therapieempfehlungen könnten so angepasst und Ansatzpunkte zur Entwicklung neuer Medikamente gewonnen werden.

Kontakt: Dr. Mark Oette, Tel.: 0211 / 81-18942, E-Mail: oettem@med.uni-duesseldorf.de

Susanne Dopheide | idw
Weitere Informationen:
http://www.med.uni-duesseldorf.de

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