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Morbus Alzheimer: Mittelmeer-Diät hält graue Zellen frisch

21.12.2006
Eine mediterrane Diät mit Olivenöl, Wein, Gemüse und Früchten senkt das Risiko, an einem Morbus Alzheimer zu erkranken, scheinbar um bis zu 68 Prozent.

Einige Autoren bemängeln das Fehlen ausreichender Daten zum Zusammenhang zwischen Ernährung und dem Risiko, an einem Morbus Alzheimer zu erkranken. Dabei könnte in dieser Frage gerade die so genannte mediterrane Diät eine wichtige Rolle spielen. Sie besteht aus vielen Nahrungselementen mit antioxidativer Wirkung und hohem Vitamingehalt wie Olivenöl, Wein, Gemüse und Früchten. Diese Nahrungsmittel wirken in gewisser Weise gefäßprotektiv und antiinflammatorisch. All dies könnte sich positiv auf das Morbus Alzheimer-Risiko auswirken.

Genau dies haben Wissenschaftler der Columbia University in New York, USA, nun untersucht. Sie interessierten sich im Rahmen des "Washington Heights–Inwood Columbia Aging Project (WHICAP)" für 194 Personen mit klinisch manifestem Morbus Alzheimer und 1.790 gesunde Vergleichspersonen. Alle Studienteilnehmer wurden mit einer Punktezahl von eins bis neun belegt, je nachdem wie sehr sie sich im vergangenen Jahr gemäß einer mediterranen Diät ernährt hatten. Nach dieser Punktzahl teilte man die Probanden in Tertilen ein.

Nachdem man verschiedene mögliche Störfaktoren wie Alter, Geschlecht, Bildung, Kalorienaufnahme, Raucherstatus und anderes herausgerechnet hatte, zeigte sich dennoch ganz klar: Probanden in der höchsten Tertile, die in ihrer Ernährung sehr stark Elemente einer mediterranen Diät berücksichtigten, hatten ein deutlich geringeres Risiko, an einem Morbus Alzheimer zu erkranken als die Probanden in der untersten Tertile. Von der obersten zur untersten Tertile sank das Risiko immerhin um 68 Prozent.

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Bekanntlich senkt die mediterrane Diät das kardiovaskuläre Risiko. Dies scheint im Falle des Morbus Alzheimer allerdings nicht der entscheidende Punkt zu sein. Vielmehr vermuten die Studienleiter, dass Gemüse, Olivenöl, Wein und Co. dem Morbus Alzheimer durch ihre antiinflammatorische Wirkung den Garaus machen.

MEDICA.de; Quelle: Archives of Neurology 2006, Vol. 63, S. 1709-1717

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