Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erstmals in Bayern komplettes künstliches Herz eingepflanzt

19.12.2006
Unter der Leitung des Direktors der Herzchirurgischen Klinik, Prof. Dr. Michael Weyand, wurde am Universitätsklinikum Erlangen zum ersten Mal einem schwerst herzkranken Patienten ein komplettes künstliches Herz eingepflanzt.

Ohne das künstliche Organ hätte der auf ein Spenderherz wartende Patient nur noch eine Lebenserwartung von wenigen Wochen gehabt. Bei dem neuen Kunstherzen, welches zum ersten Mal in Bayern zur Anwendung kam, handelt es sich tatsächlich um einen kompletten Ersatz des eigenen Herzens. In der aufwendigen Operation wurde das schwer kranke und stark vergrößerte Herz des Patienten entfernt und durch zwei, den menschlichen Herzhöhlen nachempfundene künstliche Herzkammern ersetzt.

"Wir sind sehr froh, neben unserem erfolgreichen Herztransplantationsprogramm und den herkömmlichen Herzunterstützungssystemen nun auch das totale Kunstherz zur Behandlung der schweren Herzmuskelschwäche zur Verfügung zu haben", sagt Professor Michael Weyand. "Damit ist es ab sofort in Erlangen möglich, auch Patienten mit schweren Funktionsstörungen beider Herzkammern ein Überleben bis zur Herzverpflanzung zu ermöglichen."

Des Weiteren ist das komplette Kunstherz die beste Möglichkeit, bei schwerst herzkranken Patienten mit bereits vorhandenen Einschränkungen von Leber und Niere als Folge eines Schockgeschehens ein Überleben überhaupt möglich zu machen. Eine weitere Einsatzmöglichkeit besteht in Fällen von ausgedehnten Herzinfarkten mit Zerstörung großer Anteile des Herzmuskels. Hier können die herkömmlichen Blutpumpen häufig aus technischen Gründen nicht eingepflanzt werden.

... mehr zu:
»Herzkammern »Kunstherz »Überleben

Im Gegensatz zu den bisher in Erlangen bereits seit dem Jahr 2000 eingesetzten Kunstherzen, die lediglich die eigene Herzfunktion unterstützen können, ersetzt dieses neue System das komplette menschliche Herz und eröffnet Überlebensmöglichkeiten für Patienten, denen mit den herkömmlichen Systemen nicht mehr geholfen werden kann.

Das Kunstherz vom Typ CardioWest wird von der amerikanischen Firma Syncardia hergestellt und weltweit in weniger als 20 spezialisierten Herzzentren eingesetzt.

Weitere Informationen für die Medien:
Dr. René Tandler
Telefon: 09131/85-33319

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de/

Weitere Berichte zu: Herzkammern Kunstherz Überleben

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz gegen Gastritis
10.08.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Wenn Schimmelpilze das Auge zerstören
10.08.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen