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Draculas Nachfahren machen mobil

04.04.2001


Ab in den Wald! Doch

Vorsicht: Dort lauern nun wieder die Zecken. Beim Stich können "Draculas

Nachfahren" gefährliche Krankheiten auf Mensch und Tier

übertragen.Foto: Bayer

AG


In der warmen Jahrezeit lauern jetzt wieder Zecken auf Mensch und Tier

Bayer-Experte: Jedes dritte Spinnentier infiziert / Pro Jahr 80.000 Borreliose-Infektionen

Haben Sie Angst vor Vampiren, die nichts auf der Welt so sehr begehren wie Ihr Blut? "Ammenmärchen", sagen Sie, "alles Hirngespinste"? Von wegen! "Die Armee der Blutsauger ist längst unter uns", warnt Bayer-Mediziner Dr. Gert Daube. Und meint es ernst. Denn es ist wieder April, und der Albtraum ist zurück: Alarm, die Zecken sind da!

Alle Jahre wieder: Wenn die Sonne wieder ihre warmen Strahlen zur Erde schickt, erwachen auch die beißwütigen Mini-Vampire in Wald und Flur zu neuem Leben und stürzen sich auf Mensch und Tier. Über 800 Zeckenarten sind weltweit bekannt. "In Europa plagt uns insbesondere Ixodes ricinus, der Gemeine Holzbock", nennt Daube den Feind beim Namen. Und auf seinem Speiseplan steht auch in diesem Jahr wieder nur ein Gericht: Blut. Die Heimtücke, mit der die Zecke diese Gier zu befriedigen sucht, lässt Graf Dracula vor Ehrfurcht zu Staub zerfallen.

Das achtbeinige Spinnentier lauert in Erdbodennähe, an Gräsern oder Sträuchern auf vorbei wandernde nackte Haut. Hat das feine "Radar" des Schmarotzers erst einmal Beute gewittert, gibt es kein Halten mehr. Sofort sucht das Vieh nach einer besonders leckeren, warmen Hautstelle, rammt das Beißwerkzeug hinein, und los geht’s. Der Appetit des winzigen Schmarotzers ist Angst einflößend. "Eine voll gesogene weibliche Zecke wiegt nach der Blutmahlzeit fast 200-mal so viel wie vor dem Festessen", so Daube.

Und wer nun denkt, nach ein paar Tagen sei der Stich einer Zecke ebenso vergessen wie der der Mücke, der irrt gewaltig. Daube: "Jede dritte Zecke ist in bestimmten Regionen mit Bakterien oder Viren infiziert, die bei einem Biss in die Blut- und Lymphbahnen des Opfers gelangen und schwere Infektionskrankheiten verursachen können."

Eine davon: die Lyme-Borreliose. Jährlich erkranken allein in Deutschland nach Schätzungen rund 80.000 Menschen daran. Was als rötlicher Fleck um die Bissstelle beginnt, nimmt ohne Behandlung ein schlimmes Ende. "Chronische Arthritis, Herzmuskelentzündungen und Lähmungen der Gesichtsnerven sind mögliche Folgen eines Zeckenstiches", schildert der Bayer-Mediziner die bösen Folgen.

Was aber kann man tun gegen einen Mini-Vampir, der gegen Kruzifix und Knoblauch immun ist? "Niemand muss sich im Zimmer einschließen", beruhigt Daube, ein paar Tipps jedoch sollten beachtet werden, damit der Ausflug in die Natur nicht beim Arzt endet:

  • Kopfbedeckung und lange Hosen als Zecken-Schutzschild sind schön und gut. Aber die Biester können krabbeln, stecken Sie die Hosenbeine also besser in die Socken.

  • Unbedeckte Hautpartien sind für den Gemeinen Holzbock ein Angriffsziel par excellence. Greifen Sie also zu einem wirkungsvollen Repellent wie "Autan Active", das bis zu vier Stunden Schutz vor Zecken bietet.

  • Denken Sie auch an Ihre vierbeinigen Freunde. Hunde und Katzen sind ebenso potenzielle Opfer wie der Mensch. Spezielle Zecken-Halsbänder wie "Kiltix" aus der Tierarztpraxis oder das im Fachhandel erhältliche "Bolfo" -Halsband halten den Vierbeinern über Monate im wahrsten Sinne des Wortes Zecken vom Hals.

Weitere Infos und Hilfe gibt’s auch im Internet unter "www.bayervital.de" und "www.autan.de"

Dreßen, Gerd |

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