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Europäische Regierungen investieren zusätzliche 26 Millionen Euro in die Entwicklung von AIDS-Impfstoffen

04.12.2006
Europa nimmt bei der Förderung der Forschung nach neuen Technologien im Kampf gegen AIDS eine führende Rolle ein. Mehrere europäische Regierungen haben ihre Unterstützung für die Forschung und Entwicklung von AIDS-Impfstoffen in diesem Jahr erneuert oder erhöht.

In dieser Woche sagte die dänische Regierung der IAVI einen Zuschuss in Höhe von 30 Millionen Dänische Kronen (etwa 4 Millionen Euro) zu, der zwischen 2006 und 2008 geleistet werden soll. "Wir freuen uns darüber, dass wir in der Lage sind, die Forschung und Entwicklung von AIDS-Impfstoffen mit einem Finanzzuschuss in Millionenhöhe über mehrere Jahre weiter unterstützen zu können", sagte die dänische Ministerin für Entwicklung und Kooperation, Frau Ulla Tornaes. "Unser Beitrag hebt hervor, wie wichtig die Rolle der Regierungen bei der Unterstützung der globalen AIDS-Forschung sein kann, insbesondere einer Forschung, die im Rahmen einer Partnerschaft zwischen Wissenschaftlern, Politikern und den Bevölkerungen der Entwicklungsländer durchgeführt wird."

Die Regierung der Niederlande gab erst vor kurzem bekannt, sie werde die Entwicklung neuer Medikamente für Entwicklungsländer mit einem Zuschuss in Höhe von 80 Millionen Euro fördern. Teil dieses Zuschusses ist eine Unterstützung der IAVI in Höhe von 16,2 Millionen Euro über drei Jahre für die Entwicklung eines AIDS-Impfstoffs. Die Niederlande sind damit einer der wichtigsten Förderer der AIDS-Impfstoffforschung in Europa.

Die Entwicklung eines AIDS-Impfstoffs ist ein entscheidender Teil einer umfassenden Antwort auf die globale AIDS-Pandemie. Der Zugang zu verfügbaren Methoden für die Behandlung und Prävention von HIV/AIDS und der Zugang zu Pflegeleistungen sind dabei unerlässlich. Genauso dringend notwendig sind jedoch neue Technologien für die AIDS-Prävention.

"Es ist wichtig, dass die Menschen, insbesondere Frauen, bessere Möglichkeiten erhalten, um sich vor einer HIV-Infektion zu schützen", sagte der niederländische AIDS-Botschafter Paul Bekkers. "Organisationen wie die IAVI, die mit dem Privatsektor und Forschungsinstituten zusammenarbeiten, um neue Präventionsmethoden für Entwicklungsländer zu entwickeln, liefern einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen AIDS."

Die schwedische Regierung hatte bereits zuvor in diesem Jahr ihre Unterstützung für die HIV/AIDS-Forschung angekündigt. Dazu gehört unter anderem ein finanzieller Zuschuss in Höhe von 15 Millionen Schwedische Kronen (etwa 1,7 Millionen Euro) an die IAVI für das Jahr 2006. Die irische Regierung leistete einen zusätzlichen Beitrag in Höhe von 4 Millionen Euro an die IAVI. Dieser Beitrag wurde im Rahmen der Verpflichtung der Organisation Irish Aid geleistet, in den Jahren 2005-2007 der IAVI einen Gesamtzuschuss in Höhe von 13 Millionen Euro für die HIV/AIDS-Forschung zu spenden.

Mit Hilfe dieser Unterstützung durch die europäischen Regierungen kann die IAVI mit ihrer Arbeit an der Lösung einiger der wichtigsten wissenschaftlichen Probleme bei der Entwicklung eines AIDS-Impfstoffs fortfahren, klinische Studien viel versprechender Impfstoffkandidaten gegen AIDS weiterführen und Infrastrukturen für die Forschung und Entwicklung in Indien und Afrika aufbauen, um die dortige Bevölkerung für die Erprobung von AIDS-Impfstoffen vorzubereiten.

"Die Unterstützung aus Europa ist für die Arbeit der IAVI entscheidend", sagte Dr. Seth Berkley, CEO und President der IAVI. "Europa hat von Anfang an eine führende Rolle übernommen."

"Wir werden von den Regierungen der Autonomen Gemeinschaft Baskenland, Dänemarks, Irlands, der Niederlande, Norwegens, Schwedens, Grossbritanniens und der EU unterstützt", sagte Frans van den Boom, Executive Director der IAVI in Europa. "In Europa ist es unser Ziel, für die Entwicklung eines AIDS-Impfstoffs die Unterstützung aller OECD-Länder zu erlangen."

IAVI

Die International AIDS Vaccine Initiative (IAVI) ist eine globale, gemeinnützige Organisation, deren Aufgabe darin besteht, die Entwicklung von sicheren, wirksamen, zugänglichen und präventiven HIV-Impfstoffen für den Einsatz in der ganzen Welt zu gewährleisten. Die IAVI wurde 1996 gegründet und ist in 23 Ländern tätig. Die Initiative und ihr Netz von Mithelfern erforschen und entwickeln Impfstoffkandidaten. Die IAVI wird von der Alfred P. Sloan Stiftung, der Bill & Melinda Gates Stiftung, der John D. Evans Stiftung, dem New York Community Trust, der Rockefeller Stiftung, der Starr Stiftung sowie den Regierungen Kanadas, Dänemarks, Irlands, der Niederlande, Norwegens, Schwedens, Grossbritanniens, der USA, der Autonomen Gemeinschaft Baskenland und der Europäischen Union mit finanziellen und Sachmitteln unterstützt. Zu ihren Förderern gehören ausserdem multilaterale Organisationen wir die Weltbank, Unternehmen wie BD (Becton, Dickinson & Co.), Continental Airlines, Google Inc., Merck & Co. Inc. und Pfizer Inc. sowie führende AIDS-Stiftungen wie Broadway Cares/Equity Fights AIDS, Crusaid, die Deutsche AIDS-Stiftung und die Until There's A Cure Stiftung. Weitere private Spender sind die Haas Trusts und viele grosszügige Privatpersonen aus der ganzen Welt.

Hester Kuipers | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.iavi.org

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