Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Charité und Helmholtz-Gemeinschaft setzen auf regenerative Therapien

15.11.2006
Neues Zentrum wird mit rund 45 Millionen Euro gefördert

Berlin bekommt ein Translationszentrum für regenerative Medizin - das "Berlin-Brandenburg Center for Regenerative Therapies" (BCRT).

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat jetzt beschlossen, die neue Berliner Forschungseinrichtung mit 15 Millionen Euro über zunächst vier Jahre zu fördern. Betrieben wird das Zentrum gemeinsam von der Charité-Universitätsmedizin Berlin und der Helmholtz-Gemeinschaft, die weitere 10 Millionen Euro in die Allianz einbringen will. Zusammen mit Finanzierungszusagen der Länder Berlin und Brandenburg werden damit für den Aufbau eines international wettbewerbsfähigen Zentrums bis 2010 rund 45 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Die regenerative Medizin ist ein vergleichsweise neuer biomedizinischer Forschungsbereich. Dazu zählt unter anderem die Therapie mit gezüchteten Gewebe- und Zellverbänden, zum Beispiel mit Immunzellen sowie die Stammzell- und Biomaterialforschung. Ziel ist die Stimulation der körpereigenen Regeneration. Im Kampf gegen schwere und bisher nicht heilbare Krankheiten gewinnt die regenerative Medizin zunehmend an Bedeutung. Zelluläre Therapien werden bereits jetzt bei großen Knorpelschäden, schweren Virus- und Krebserkrankungen erfolgreich eingesetzt. Als zukünftige Anwendungsgebiete gelten beispielsweise Herzinsuffizienz, Leberversagen und Hirnschlag, aber auch Knochendefekte und Immunerkrankungen.

... mehr zu:
»BCRT »GKSS »MDC

Mit dem Zentrum für regenerative Therapien setzen Charité und Helmholtz-Gemeinschaft gemeinsam auf eine Karte: Wissenschaftler beider Institutionen werden zusammen mit 23 neuen Forschergruppen unter dem Dach der ehemaligen Zahnklinik Nord auf dem Charité Campus Virchow-Klinikum die Möglichkeiten der regenerativen Medizin erforschen und Anwendungen erproben. "Wir wollen Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung und des Bio-Engineerings nutzen, um klinische Anwendungen und Produkte zu entwickeln", erklärte der Sprecher des BCRT, Professor Hans-Dieter Volk vom Medizinischen Institut für Immunologie der Charité, "das ist nur über die Grenzen von Disziplinen und Einrichtungen hinweg möglich." Für den Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft, Professor Jürgen Mlynek, ist das BCRT "ein hervorragendes Beispiel, wie Zukunftsthemen schnell und mit der erforderlichen kritischen Masse aufgegriffen werden können. Die Forschung in der Gesundheitsstadt Berlin erhält einen wichtigen Impuls, um sich als Standort für regenerative Medizin national und international weiter zu entwickeln. Ich freue mich, dass mit dem MDC und der GKSS auch zwei Helmholtz-Zentren dabei sind."

Dabei greift die Vernetzung in der gesamten Region. Zu den Partnern gehören: Deutsches Herzzentrum, Deutsches Rheuma-Forschungszentrum, TU Berlin, FU Berlin, Universität Potsdam, zwei Helmholtz-Zentren (GKSS, MDC), zwei Max-Planck-Institute, Schering AG, BBraun-Aesculap und viele Biotechnologie-Firmen.

Kontakt
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Kerstin Endele
Tel 030 450 570-400/-500
presse@charite.de
Helmholtz-Gemeinschaft
Thomas Gazlig
Tel 030 206329-57
presse@helmholtz.de

Thomas Gazlig | idw
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de

Weitere Berichte zu: BCRT GKSS MDC

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn
19.01.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Sicher und gesund arbeiten mit Datenbrillen
13.01.2017 | Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie