Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stammzellen-Injektionen für Herzpatienten

08.11.2006
Ein Bahn brechender klinischer Versuch mit Herzpatienten soll ermitteln, ob eine Injektion mit den eigenen Stammzellen innerhalb von fünf Stunden nach einem Herzanfall als Therapieansatz erfolgreich sein kann.

Mit diesem Ansatz könnte das folgende Herzversagen verhindert werden, das eine größere Bedrohung darstellt als der ursprüngliche Anfall. An dem im St Barts Hospital durchgeführten Versuch werden bis zu 100 Personen teilnehmen. Dieses Projekt wird von der UK Stem Cell Foundation finanziert. In Großbritannien sterben laut BBC jährlich 108.000 Menschen an einem Herzanfall. Derzeit wird geschätzt, dass es rund 660.000 Überlebende gibt. Der britischen Wirtschaft entstehen durch Herzanfälle derzeit jährlich Kosten von rund sieben Mrd. Pfund.

In den letzten zehn Jahren hat die primäre Angioplastie dazu beigetragen, die Anzahl der Todesfälle direkt nach einem Herzanfall zu verringern. Das Risiko langfristig an Komplikationen zu sterben, ist hoch geblieben. Für den neuen klinischen Test sollen bis zu 100 Patienten rekrutiert werden. Die primäre Angioplastie wird mit einer Stammzellen-Injektion kombiniert. Der Wissenschafter John Martin erklärte, dass die sofortige Beseitigung der Blockaden in den Arterien in speziellen Einrichtungen die Zahl der Überlebenden deutlich erhöht und den Schaden am Herzmuskel deutlich verringert hätte. "Frühere Studien haben gezeigt, dass die Verabreichung von Stammzellen am Herzen kein Sicherheitsrisiko darstellt. Jetzt wollen wir untersuchen, ob dieser Behandlungsansatz auch bei einem akuten Herzanfall funktioniert."

Nach der primären Angioplastie wird eine Stammzellen-Probe aus dem Knochenmark des Patienten entnommen. Nach der Vorbereitung der Zellen, wird diese Probe in die zuvor blockierte Arterie eingebracht. Der ebenfalls beteiligte Wissenschafter Anthony Mathur betonte, dass eine Verbesserung der Lebensqualität der Patienten einen entscheidenden Schritt in der Behandlung von Herzerkrankungen bedeuten würde. "Da die Stammzellen von Patienten selbst kommen, gibt es kaum ethische Bedenken. Zusätzlich besteht eine geringere Wahrscheinlichkeit von Abwehrreaktionen des Körpers."

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.bartsandthelondon.org.uk
http://domain883347.sites.fasthosts.com/index.htm

Weitere Berichte zu: Herzanfall Stammzelle Stammzellen-Injektion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn
19.01.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Sicher und gesund arbeiten mit Datenbrillen
13.01.2017 | Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise